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Vohburg

18.06.2019

Bayernoil: Produktion läuft wieder 

So sah die zerstörte Anlage in Vohburg unmittelbar nach der Explosion Anfang September vergangenen Jahres aus. Inzwischen hat sich dort viel getan. Die Produktion läuft bereits wieder. Heute kommt der Wirtschaftsminister zu Besuch. 
Bild: Stefan Küpper

Nach der verheerenden Explosion hat die Bayernoil-Raffinerie nun die Produktion wieder aufgenommen. Am Mittwoch kommt Wirtschaftsminister Aiwanger zu Besuch. 

Am Mittwoch besucht Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger die Bayernoil-Raffinerie in Vohburg. Aiwanger kommt, so heißt es in der Ankündigung des Ministeriums, um sich „einen Überblick über die Aufräumarbeiten und Reparaturen“ zu verschaffen. Er will wissen, wie es in Sachen Wiederaufnahme der Rohölverarbeitung steht und was an Investitionen dort geplant ist, um die „Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerie auf dem europäischen Markt zu sichern“.

Bayernoil: Bereits im Mai wieder den Betrieb aufgenommen

Bereits im Mai hatte man dort wieder den Betrieb aufgenommen. Wie berichtet, hatte Bayernoil alle noch intakten technischen Anlagen und Ausrüstungen reparieren und vom TÜV freigeben lassen. Die zerstörten Raffinerieteile werden dagegen zurückgebaut. Der reparierte Teil der Anlage dagegen wurde – mit allem, was dort an Tests, Anschlussarbeiten und Überprüfungen – notwendig war, nun wieder hochgefahren. Planungsgemäß läuft die erste Linie für Rohölverarbeitung bereits wieder, wie Geschäftsführer Michael Raue auf Anfrage mitteilte. Die zweite Linie soll bis zum Herbst starten.

Die genaue Ursache der Explosion bei Bayernoil ist noch unklar

Der durch die Explosion entstandene Sachschaden beläuft sich laut Bayernoil auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Die genaue Ursache des Unglücks steht nach wie vor nicht fest. Das Bundesamt für Materialforschung und -prüfung forscht – auf Weisung der Staatsanwaltschaft – weiterhin danach.

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Bei der Explosion Anfang September vergangenen Jahres waren 15 Menschen verletzt worden. Bayernoil hatte die komplette Anlage danach außer Betrieb gesetzt. Rund um die zerstörte Raffinerie waren etwa 1000 Häuser beschädigt worden. Vohburgs Erster Bürgermeister Martin Schmid geht davon aus, dass sich der Schaden hier auf einen zweistelligen Millionenbetrag summiert. Die Stimmung in Vohburg habe sich indes wieder normalisiert. „Hier ist der Alltag eingekehrt.“

Bayernoil ist ein Raffinerieverbund von Varo Energy, Rosneft Deutschland, Eni Deutschland und BP Europa SE. Das Unternehmen betreibt die größte Raffinerie im bayerischen Raum. Produktionsstandorte sind – neben Vohburg – auch Neustadt an der Donau. Die zwei Betriebsteile sind über elf Pipelines verbunden.

Das Verhältnis zu Bayernoil beschreibt Bürgermeister Schmid als „in Ordnung“. Man sei in ständigem Austausch. „Es muss vorwärts gehen.“ Das wird Minister Aiwanger genauso sehen. (kuepp) 

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