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Interview

15.09.2019

Bayerns Honigkönigin: Bienen beobachten, "das ist pure Meditation"

Krönung der Bayerischen Honigkönigin Katharina II.: Katharina Eder (links) krönt ihre Nachfolgerin Katharina Gegg (Mitte). Rechts daneben sitzt die künftige Honigprinzessin Alexandra Krumbachner.
Bild: LVBI/VBB

Katharina Gegg ist Bayerns neue Honigkönigin. Im Interview spricht die Neuburgerin über die Faszination Honig und ihre ungewöhnliche Art der Entspannung.

Katharina Gegg aus Neuburg an der Donau ist auf dem Bayerischen Imkertag in Amberg zur neuen bayerischen Honigkönigin gekürt worden. In den kommenden zwei Jahren wird sie ehrenamtlich die bayerische Imkerei und ihre Erzeugnisse für den Landesverband Bayerischer Imker und den Verband Bayerischer Bienenzüchter repräsentieren.

Sie wurden am Sonntag in Amberg zur Bayerischen Honigkönigin gekrönt. Was reizt Sie an diesem Ehrenamt?

Katharina Gegg: Imkern fasziniert mich seit meiner Kindheit. Ich komme aus einer Landwirtschaft und wir hatten seit ich klein war Bienen, daher kenne ich mich ganz gut aus. Außerdem schmeckt mir selbst gemachter Honig unglaublich gut.

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Welchen Honig mögen Sie besonders?

Gegg: Ich schätze die Vielseitigkeit. Der eine schmeckt mild und ist flüssig, der andere intensiv und cremig. Ein besonderes Aroma hat definitiv Lavendelhonig, auch Löwenzahnhonig ist sehr charakteristisch.

Imkern liegt im Trend, gerade in Städten halten sich viele junge Menschen Bienen. Ist das so einfach?

Gegg: Bienen sind Lebewesen. Ich besitze seit diesem Jahr selbst zwei Völker. Dort lerne ich den Umgang mit den Tieren – das halte ich trotz meines Vorwissens für unerlässlich; außerdem habe ich mich intensiv eingelesen. Wer sich Bienen zulegt, sollte wissen, wie er mit ihnen umzugehen hat.

Was sind Ihre Hauptaufgaben als Honigkönigin?

Gegg: In den kommenden zwei Jahren vertrete ich den bayerischen Honig und die Imkerei bei Messebesuchen, Lehrbienenständen und kläre Verbraucher über Bienen und die Honigproduktion auf. Im Schnitt mache ich mich auf zwei Veranstaltungen pro Woche gefasst. Da ich noch studiere, lässt sich das gut unter einen Hut bringen.

Und falls Sie doch einmal genug vom Repräsentieren haben?

Gegg: Dann gehe ich zu meinen Bienen, das beruhigt unglaublich. Ich beobachte das emsige Treiben, das stetige Ein- und Ausfliegen – das ist pure Meditation. Nur das falsche Haarspray sollte ich nicht tragen, Bienen reagieren nämlich sehr empfindlich auf Gerüche. Und können stechen.

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