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Neuburg

18.09.2019

Begleithundeprüfung: Ein Härtetest für Mensch und Tier

Nach der Prüfung werden die Bewertungen mit den Beteiligten erörtert. Elf Hunde stellten sich am Wochenende der mitunter schwierigen Prüfung.
Bild: Annemarie Meilinger

Um Begleithund zu werden, muss ein Vierbeiner einige Tests bestehen. Auf was es dabei besonders ankommt.

Die Hundefreunde Kreuth führten am Wochenende auf ihrem Übungsplatz in Hardt ihre jährliche Begleithundprüfung durch. Die Prüfung ist nicht nur die Voraussetzung dafür, dass sich Hund und Betreuer weiterhin hundesportlich weiterentwickeln können. Die Prüfung ist eine Art Grundausbildung für ein konfliktfreies Auftreten in der Öffentlichkeit.

Elf Hunde stellten sich mit ihren Betreuern der strengen Prüfung, die von der Gautinger Hundetrainerin Ulrike Seeberg-Dietzel abgenommen wurde. Dass diese Prüfung kein Kinderspiel ist, bewiesen die Ergebnisse. Nur sieben Paare schafften die Prüfung. Zunächst müssen Herrchen/Frauchen und Hund eine Strecke gehen oder laufen, wobei die Leinenführigkeit bewertet wird. Dann muss sich der Hund „ablegen“ und auf das Kommando zum Weiterlaufen warten.

Hundesportverein Kreuth: Rund 50 Hunde sind in Ausbildung

Für viele Hunde ist das eine schwer auszuhaltende Geduldsprobe, vor allem dann, wenn die Ablenkung durch Menschen und Tiere vielfältig ist. Ein gut erzogener Hund springt auch keine Menschen an, dies beweist er beim disziplinierten Laufen um eine Gruppe von Menschen. Nach den Prüfungsteilen wurden die Ergebnisse mit Teilnehmern und Vereinsmitgliedern besprochen. Dann mussten die Prüfungsteilnehmer auf dem Parkplatz am Südpark ihre Verkehrstauglichkeit unter Beweis stellen. Radfahrer, Fußgänger und ein Skateboard ertrugen sie mit Gelassenheit, auch das Anleinen und geduldige Warten schafften sie ohne Gebell.

Die Hundefreunde Kreuth haben in Hardt neben einem geräumigen Vereinsheim auch ein großzügiges Gelände, auf dem die Hunde beim Spielen ihr Sozialverhalten ausprägen können. In verschiedenen Trainingskursen lernen Hund und Betreuer wichtige Verhaltensformen für den konfliktfreien Alltag. In Agility-, Obedience- und Longier-Trainings können sie beweisen, dass weit mehr in ihnen steckt als „Sitz“ und „Platz“. Der Hundesportverein Kreuth wird von Martin van den Boogaard und Sabine Landes geleitet, Susan van den Boogaard und das Trainerteam leiten in unterschiedlichen Kursen die Übungen. Etwa 50 Hunde sind derzeit in Ausbildung oder in unterschiedlichen Gruppen, „dabei steht der Spaß für Mensch und Hund im Vordergrund, mit dem Drill der früheren Schäferhundvereine hat das nichts mehr zu tun“, so Vorstand Martin van den Boogaard.

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