Wirtschaft

19.02.2016

Behüteter Start

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Das alles und noch viel mehr gibt es im Café von Melanie Ilsen. Sie hatte einen Korb zur Präsentation gebracht.

16 Unternehmensgründer bewerben sich beim Gründerpreis Ingolstadt

Wer hätte das nicht gerne: eine zündende Geschäftsidee, die einem zu Ruhm, Ehre und Geld verhilft. Der Gründerpreis Ingolstadt verhilft vielleicht zu Ruhm. Und er hilft bei der Umsetzung der Ideen. Ob die Idee aber zum Erfolg wird, liegt letztlich am Gründer selbst. Beim Gründerpreis 2016 haben sich 16 solcher Gründer beworben und sich am Mittwochabend bei der Abgabenparty im Kulturzentrum „neun“ in Ingolstadt vorgestellt. Der Wettbewerb fand in dieser Form heuer zum fünften Mal statt.

Neben dem umfangreichen Businessplan zählten lediglich zwei Minuten. Denn nur diese zwei Minuten hatten die Gründer, ihre Geschäftsidee dem Publikum und der Jury schmackhaft zu machen. Keine lange Zeit, wie sich bei dem einen oder anderen Redner herausstellte. Vor allem Ingenieure scheinen dermaßen zahlenverliebt, dass sie den heruntertickenden Zeiger auf der Uhr einfach übersahen. Dann aber kam Moderator Jörg Tiedt von der Sparkasse Ingolstadt ins Spiel. Ein, zwei gezielte Fragen – und schon war der nächste Bewerber an der Reihe. Geboten wurde ein bunter Reigen an Geschäftsideen, die bereits mit der Teilnahme an dem Gründerpreis-Wettbewerb alle zu den Siegern zählen, wie Norbert Forster, Vorstand der Industrie-Fördergesellschaft Ingolstadt betonte. Die IFG unterstützt die Initiative. Forster sprach sich für mehr Mut aus, Geschäftsideen umzusetzen. Er beklagte zugleich, dass ein Scheitern in Deutschland zu einem Makel führe. Dabei sollte eine Kultur des Scheiterns gepflegt werden. „Man muss auch mal scheitern dürfen.“

Die 16 Bewerber der Gründerideen denken nicht ans Scheitern, sondern wollen voll durchstarten. Oder haben den Start bereits hinter sich. Hier einige der eingereichten Ideen:

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Melanie Ilsen verspricht Glück und Entspannung pur in ihrem Café der 50er Jahre. Passend zu Kuchen aus heimischer Produktion gibt es dort auch gleich die Backutensilien und Backkurse dazu. Eva Aichner löst in ihrem Zentrum für Mediation schwelende Konflikte in Familie und Beruf. Kerstin Muhr und Claudia Wagner begleiten Kinder von Geburt bis ins Grundschulalter mit individualisierten Accessoires, vom Glücksbringer bis zur Schultüte. Elmar Stegmeier bietet patientenbezogene Leistungsanalysen im Gesundheitswesen. Heidrun Weißlein ist „CoUching“-Expertin für Menschen von acht bis achtzig.

Die Idee von Max Schröfelbauer und Kevin Tretter muss alle Einzelhändler vor Ort aufhorchen lassen. Die beiden wollen mit Hilfe einer Online-Plattform den Einzelhandel vor Ort attraktiver gestalten und dort die Präsenz der Kunden erhöhen.

Stephan Gilli hat mit seinem Team ebenfalls ein Programm entwickelt, das vor Ort wirken soll. Mit seiner Smile-App kann man kleine Präsente via Smartphone verschenken, die dann bei den teilnehmenden Dienstleistern vor Ort eingelöst werden können. Und auch Dr. Christian Lange erhöht die Attraktivität vor Ort mit einem Programm. Er entwickelte ein Navigationssystem, das innerhalb von Geschäften funktionieren soll.

Eine harte Nuss für die Jury, die nun gefordert ist, die besten Ideen zu ermitteln. Aber gewonnen haben ja schon alle. Denn sie können sich bereits eines Netzwerks an Unterstützung sicher sein.

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