Wechsel

19.04.2018

Bei Nacht und Nebel

Der scheidende Amtsleiter Christian Leeb (li.) mit seinem Nachfolger Martin Mayer.
Bild: mad

Christian Leeb übergibt die Leitung des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt an Martin Mayer

Der Alte ist schon eine ganze Zeit lang auf seinem neuen Posten in München. Und der Neue kennt das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt und vor allem auch die Region wie seine Westentasche. Der Wechsel, der am Mittwoch formal vollzogen worden ist, trat faktisch schon im Herbst 2017 ein.

Damals, im Oktober 2017, war im Wasserwirtschaftsamt München Not am Mann. Der dortige Leiter, der erst kurz vorher die Stelle angetreten hatte, erkrankte. Deshalb wurde Christian Leeb in einer Nacht- und Nebelaktion nach München beordert. Leebs Stellvertreter Martin Mayer führte kommissarisch die Geschäfte in Ingolstadt. Was viel Arbeit bedeutet: Vor allem der Polderbau bei Riedensheim und die Planung von gleich drei weiteren Poldern im Bereich des Ingolstädter Wasserwirtschaftsamtes nimmt die rund 100 Mitarbeiter ordentlich in Anspruch. Umso erstaunlicher die reibungslose Übergabe, die laut Mayer nur durch die hohe Motivation und dem Engagement der Mitarbeiter möglich war. Der Neue kann das beurteilen. Denn Mayer war nicht nur seit Juli 2015 in Ingolstadt für das Donaumoos zuständig und Leebs Stellvertreter. Er hat die Wasserwirtschaft auch von der Pike auf in Ingolstadt gelernt.

Martin Mayer kommt aus dem Großmehringer Ortsteil Demling. Er ist also ein echtes regionales Gewächs. Davon verspricht sich so mancher Kommunalpolitiker noch mehr Verständnis für die regionalen Belange, wie Eichstätts Landrat Anton Knapp betonte. Der kennt Mayer schon lange. Knapp war aber auch voll des Lobes für den scheidenden Chef Christian Leeb. Der habe sich sehr für die Interessen der Kommunen beim Hochwasserschutz eingesetzt. Leeb selbst sprach zurückblickend von einer interessanten Zeit. Vor allem die Polderplanungen hätten ihn und sein Amt sehr gefordert. „Hart aber fair ging es zu, trotz der vielerorts gezeigten Ablehnung.“

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Wie sehr Mayer in der Region und in seiner Heimat verwurzelt ist, zeigen seine vielfachen Engagements. Nicht von ungefähr untermalte die Trachtenkapelle Lenting den Festakt der Übergabe. Mayer selbst spielt dort mit – seit 43 Jahren. Und seit 40 Jahren ist er in der Freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes aktiv. Verheiratet ist er dagegen seit „nur“ 36 Jahren. Im März 1988 begann er seine Ausbildung beim Wasserwirtschaftsamt.

Zur Übergabe war die stellvertretende Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Oberbayern, Andrea Degl, nach Ingolstadt gekommen. Sie unterstrich die Wichtigkeit der Arbeit der Wasserwirtschaftsämter. Wasser sei Lebensraum und Lebensgrundlage. Und in einer Boomregion wie in Ingolstadt müsste vor allem darauf geachtet werden, dass Raumnutzung und Erschließung in geordneten Bahnen verliefen. Darüber hinaus sind auch die Liegenschaftsverwaltung, der Hochwasserschutz und das Gewässermanagement von großer Bedeutung.

Das Trinkwasser benötige eine weitsichtige Begleitung. Nur dann könne es auch weiterhin als normales Gut gelten. Mayer sieht sich in dieser Verantwortung. Und noch dazu hat ihn sein Vorgänger daran erinnert, die Donau-Auen weiterhin zu schützen.

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