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24.02.2018

Benedict Klöckner spielt in Ingolstadt

Der Cellist tritt mit den Georgiern auf

Cellist Benedict Klöckner präsentiert sich im dritten Abonnementkonzert des Georgischen Kammerorchester Ingolstadt. Am Donnerstag, 1. März, ist er mit dem 1. Violoncello-Konzert Es-Dur op. 107 von Dimitri Schostakowitsch um 20 Uhr im Festsaal zu hören. Musikalisch ergänzt wird das Werk durch Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy – seiner Ouvertüre „Heimkehr aus der Fremde“ op. 89 und der 4. Sinfonie A-Dur op. 90, die „Italienische Sinfonie“. Die musikalische Leitung liegt bei Olivier Tardy. Öffentliche Generalprobe ist um 10 Uhr, Konzerteinführung mit Marco Frei um 19.10 Uhr.

Dimitri Schostakowitsch widmete seine beiden Cellokonzerte seinem Wegbegleiter Mstislaw Rostropowitsch. Das 1959 entstandene Werk ist weitaus extrovertierter als das zweite Cellokonzert op. 126 von 1966 und von einem sehr persönlichen Ausdruck geprägt. So endet der zweite Satz mit einem weltentrückten Wiegenlied; der Finalsatz in jüdischem Kolorit kommt im Antisemitismus der damaligen Sowjetunion einem subversiven Aufbegehren gleich. Dimitri Schostakowitsch scheint ein Fest in einem Schtetl zu reflektieren, wie es sie in Osteuropa bis 1945 gab. Diese Kultur wurde durch den Stalinismus und den Nationalsozialismus ausgelöscht. Der Komponist tritt hier als mahnender Chronist auf. Ein Dorffest wird auch in dem Singspiel „Heimkehr aus der Fremde“ aus dem Jahr 1829 von Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert. Mit einem stürmischen Volkstanz in Rondo-Form klingt die zwischen 1831 und 1833 entstandene „Italienische Sinfonie“ Nr. 4 op. 90 aus. Wie der Komponist betonte, basiert der finale Volkstanz thematisch auf neapolitanischer Folklore, samt charakteristischem Saltarello-Rhythmus.

Benedict Klöckner, 1989 geboren, studierte bei Martin Ostertag in Karlsruhe sowie an der Kronberg Academy bei Fans Helmerson. Seit 2014 ist er künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten „Internationalen Musikfestival Koblenz“. Olivier Tardy ist ein international gefragter Dirigent und vielseitiger Künstler, den eine lange Zusammenarbeit mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt verbindet. Regelmäßig steht er am Pult von Orchestern wie den Stuttgarter Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Prague Philharmonia oder dem Orchestre Philharmonique de Nice. Im Opernbereich leitete er verschiedene Produktionen an der Bayerischen Staatsoper und Projekte der Kammeroper München. (nr)

www.gko-in.de

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