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Bergheim-Unterstall
03.01.2018

Der Mythos der Rauhnächte

Ein traditioneller Brauch im Alpenvorland sind sogenannte Perchtenläufe, bei denen Menschen mit handgeschnitzten Masken und Pelzgewändern böse Geister vertreiben. Sie gehen auf den Mythos der Rauhnächte zurück, deren Name sich von „Ruoch“ ableitet, was so viel wie pelzig oder haarig heißt.
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Ein traditioneller Brauch im Alpenvorland sind sogenannte Perchtenläufe, bei denen Menschen mit handgeschnitzten Masken und Pelzgewändern böse Geister vertreiben. Sie gehen auf den Mythos der Rauhnächte zurück, deren Name sich von „Ruoch“ ableitet, was so viel wie pelzig oder haarig heißt.
Foto: Armin Weigel dpa/lby

Rund um die zwölf Tage zwischen Heilig Abend und Heilig-Drei-König ranken sich viele Geschichten. Einige davon erzählt Ulrike Mommendey aus Unterstall.

Das Weihnachtsfest, die Silvesternacht, die Heiligen Drei Könige: Ist schon prima, dass uns die Festtagswochen zum Jahreswechsel den Winter erst mit Kerzen und dann mit Feuerwerk erhellen – und mit Plätzchen und allerlei Leckereien versüßen. Aber wieso gerade zu dieser Zeit? Mitten im Winter, wenn es kalt und dunkel ist und draußen nichts wächst? Die Mythen aus früheren Zeiten geben Antworten. Allerdings andere Antworten als die Lehre der modernen Weihnacht. Schon die Römer, Germanen und Kelten feierten die Sonnenwende. Mitten im Winter war tatsächlich eine stade Zeit. Die Menschen mussten von dem leben, was sie das Jahr über an Vorräten zusammengetragen hatten. Es wurde früh dunkel. Die Tage waren kurz und kalt.

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