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Neuburg an der Donau

29.05.2018

Bernhard Gmehling zum Vierten?

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Mit den Tassenreationen der drei vergangenen Kommunalwahlkämpfe zeigen sich (von links) CSU-Fraktionssprecher Alfred Hornung, Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und CSU Ortsvorsitzender Matthias Enghuber. 2020 wird es ein viertes Exemplar mit dem Konterfei des amtierenden Rathauschefs geben.
Bild: Manfred Rinke

Neuburgs Oberbürgermeister tritt 2020 noch einmal an. Er hat lange überlegt. Warum sich der 58-Jährige letztlich doch dafür entschieden hat.

Bei den Kommunalwahlen in zwei Jahren wird Bernhard Gmehling erneut als Spitzenkandidat der Neuburger CSU ins Rennen gehen. Der amtierende Oberbürgermeister strebt dann seine vierte Amtsperiode an. Seinen Entschluss teilte der 58-Jährige am gestrigen Dienstag bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz in der CSU-Geschäftsstelle mit.

Mit der Familie und dem engsten Parteienzirkel war die Entscheidung schon vor einiger Zeit abgesprochen worden. „Wir freuen uns, dass Bernhard Gmehling seine vierte Kandidatur anstrebt“, sagte CSU Ortsvorsitzender Matthias Enghuber. Es stünden für Neuburg wichtige Projekte, etwa die große Ostumgehung mit zweiter Donaubrücke oder der Ableger der Technischen Hochschule Ingolstadt, vor der Realisierung. „Dafür ist der amtierende OB mit seiner Erfahrung und seinem Durchsetzungsvermögen der richtige Mann, auf den die Partei baut“, verdeutlichte Enghuber und sprach damit auch im Sinne der CSU-Fraktion im Stadtrat. Wie ihr Sprecher Alfred Hornung sagte, stehe die Fraktion auch weiterhin geschlossen hinter dem amtierenden Rathauschef.

Seit Monaten wurde er zu einer Entscheidung gedrängt

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Gmehling sei, wie er sagte, seit Monaten von verschiedenen Seiten zu einer Entscheidung gedrängt worden. Er nutzte dann die Erholungsphase nach seiner Hüftoperation, um sich nicht zuletzt auch mit der Familie abzusprechen. „Wenn es jemanden gegeben hat, der sich gegen eine weitere Amtszeit ausgesprochen hat, dann war es meine Frau“, gab der 58-Jährige zu. Natürlich habe er hie und da auch selbst schon erwogen, die Sache auslaufen zu lassen. Schließlich habe sich in Neuburg in den vergangenen Jahren viel getan. Gmehling sprach die Aufwertung des Oswaldplatzes an, den Bau von Kindergärten und der Schwalbangerschule, die Entwicklung eines völlig neuen Stadtteiles in Neuburg West oder die Ansiedelung von Audi. 240 Millionen Euro reine Investitionen habe es in den vergangenen 16 Jahren unter seiner Regie gegeben. „Und die Schulden sind immer noch um zwei Millionen Euro niedriger wie zur Amtsübernahme 2002“, fügte er an.

Die Mega-Projekte treiben Gmehling nach vorne

Doch der Blick zurück treibt Gmehling nicht nach vorne. Es sind die Mega-Projekte, die auf dem Weg gebracht wurden und jetzt vor einer Umsetzung stehen. Sie würden ihn zu einer weiteren Amtszeit antreiben, in ihm das Feuer am Brennen halten und ihm eine Perspektive geben. Allen voran die große Osttangente mit zweiter Donaubrücke und der Hochschulcampus. „Mein politisch größter Wunsch in einer vielleicht vierten Amtszeit wäre es, mit dem Rad von Joshofen über die neue Brücke zu einer Vorlesung auf den Hochschulcampus am Donauwörther Berg zu fahren“, erzählte Gmehling. Diese absehbare Entwicklung sei ein Quantensprung für Neuburg.

Die Mega-Projekte treiben Gmehling nach vorne

Daneben warten allerdings auch noch andere große Herausforderungen auf den neuen (alten) Oberbürgermeister. Dazu zählen der soziale Wohnungsbau, Parkraum in der Innenstadt und die Weiterentwicklung des Nahwärmeprojekts. Gmehling spricht bei der Priorisierung der Projekte von Nachhaltigkeit und dass man sich auf die Dinge konzentrieren müsse, die Neuburg tatsächlich voranbringen. „Eine aufwendige Sanierung der Unteren Altstadt oder des Nachtbergs wäre zwar eine schöne Sache. Aber es gibt andere Dinge, die für Neuburg eine größere Bedeutung haben. Die Innenstadt kann man auch günstiger schöner gestalten.“

Bernhard Gmehling wäre nach Theo Lauber erst der zweite Neuburger Oberbürgermeister, der nach einer vierten Amtszeit 24 Jahre die Geschicke der Stadt geleitet hätte. Als Landrat in Neuburg-Schrobenhausen war Richard Keßler ebenso lange im Amt.

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