Newsticker

Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Betrüger hatten Hochkonjunktur

Kriminalstatistik

20.03.2015

Betrüger hatten Hochkonjunktur

Die Schrobenhausener Polizei warnt vor vermeintlichen Schnäppchen, hinter denen nicht selten Betrüger stecken. Auf speziellen Service-Seiten im Internet wird über die vielfältigen Betrugsmaschen informiert.
Bild: Bernhard Weizenegger

Im Einsatzbereich der Schrobenhausener Polizei sind Betrugsdelikte stark gestiegen. Wo es im Landkreis am sichersten ist und welche Straftaten 2014 begangen wurden

Mit insgesamt 1094 Straftaten wurden im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Schrobenhausen exakt so viele Delikte registriert wie ein Jahr zuvor. 2012 wurden noch 1170 Straftaten aufgenommen. Im vergangenen Jahr ist die Aufklärungsquote lediglich marginal von 63,8 auf 62,9 Prozent gesunken.

Wie die Polizei mitteilt, wurden alleine 753 der 1094 Straftaten im Stadtgebiet Schrobenhausen begangen, während in den sieben übrigen Gemeinden des Schrobenhausener Landes 341 Straftaten registriert wurden. Ein Jahr zuvor wurden in der Stadt Schrobenhausen noch 780 Straftaten und im Schrobenhausener Land 314 Straftaten registriert.

Die geklärten Straftaten wurden von insgesamt 545 Tatverdächtigen begangen, wobei 395 dieser Tatverdächtigen in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung traten. Von den 545 Tatverdächtigen waren 126 weiblichen und 419 männlichen Geschlechts.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Zur Altersstruktur der ermittelten Tatverdächtigen kann angeführt werden, dass 18 Kinder (unter 14 Jahren) Straftaten begingen, aber aufgrund ihres Alters noch nicht strafrechtlich verantwortlich waren. Bei 62 Tätern handelte es sich um Jugendliche (14 bis 17 Jahre) und bei 47 Tatverdächtigen um Heranwachsende (18 bis 21 Jahre). Die restlichen 418 Tatverdächtigen waren im Erwachsenenalter.

Insgesamt 89 Tatverdächtige (12,9 Prozent) standen zum Zeitpunkt der Tat unter Alkoholeinfluss. Diesbezüglich fiel insbesondere der Bereich der Körperverletzungen auf, in dem 50 Beschuldigte mehr oder weniger alkoholisiert waren und damit die Hemmschwelle erheblich herabgesetzt war.

Sicherste Gemeinde im Dienstbereich der Polizeiinspektion Schrobenhausen ist fast schon traditionell die Gemeinde Berg im Gau. Für Berg im Gau wird eine Häufigkeitszahl (HZ) von 9 ausgewiesen. Dies bedeutet, dass sich dort lediglich 9 Straftaten je 1000 Einwohner ereigneten. Im weiteren „Ranking“ folgen Langenmosen (11), Aresing (11), Gachenbach (23), Karlskron (25), Waidhofen (26) und Brunnen (30). Im Stadtgebiet Schrobenhausen wurden 46 Straftaten je 1000 Einwohner registriert. Insgesamt lebt es sich im Bereich der PI Schrobenhausen sehr sicher.

Bei den sogenannten „Rohheitsdelikten“ gingen die Körperverletzungen von 141 im Jahre 2013 auf 131 im vergangenen Jahr zurück. Bei 32 dieser Delikte handelt es sich um gefährliche Körperverletzungen.

Im Bereich der Diebstahlskriminalität war eine Steigerung von 289 auf 305 Taten zu registrieren. Prozentual entspricht dies einem Zuwachs von 5,5 Prozent.

In 18 Fällen wurde in Wohnungen oder Häuser eingebrochen oder dies versucht. Damit ereigneten sich genauso viele Wohnungseinbrüche wie ein Jahr zuvor. Obwohl jeder Wohnungseinbruch einer zu viel ist, betont die Schrobenhausener Polizei, dass der Bereich der Einbruchskriminalität in Wohnungen im Bereich der PI Schrobenhausen im Vergleich zu anderen Regionen eher gering ist.

Fahrräder wurden im vergangenen Jahr auch wieder entwendet. Erfreulicherweise wurden mit 58 angezeigten Diebstählen zehn „Drahtesel“ weniger gestohlen als ein Jahr zuvor.

Eine gravierende Steigerung ist im Bereich der Betrugsdelikte sowohl durch persönlichen Täter- und Opferkontakt als auch durch Onlinebetrügereien zu verzeichnen. Insgesamt wurden 133 Betrügereien (110) angezeigt, was einer Steigerung um 20,9 Prozent entspricht. Hier kann nur eindringlich vor zu sorglosem Umgang oder sich Einlassen auf ein vermeintliches „Schnäppchen“ gewarnt werden.

Die Delikte, die unter dem Oberbegriff „Straßenkriminalität“ zusammengefasst werden, gingen von 209 auf 194 Straftaten im Jahresvergleich zurück.

In insgesamt 24 Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln betrieben. Auch in diesem Bereich ist die Belastung im Bereich Schrobenhausen und des Schrobenhausener Landes eher gering, teilt die Polizei mit. (nr)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren