Newsticker

Spahn mit Corona infiziert - Kabinett muss nicht in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Biker von "Wolfmen" haben ein Herz für Emily

Neuburger Motorradclub

30.05.2015

Biker von "Wolfmen" haben ein Herz für Emily

Wenn die Mitglieder des Motorradclubs „Wolfmen“ eine Ausfahrt machen, dann sieht das so aus.

Frauen gibt es im Motorradclub nicht. Und nach außen sind die Biker von "Wolfmen" scheinbar harte Kerle. Doch dass sie auch einen weichen Kern haben, zeigen sie mit einer Aktion.

Der Neuburger Motorradclub „Wolfmen“ feiert vom 5. bis 7. Juni sein 15-jähriges Bestehen und zeigt dabei, dass die Männer mit der vermeintlich harten Schale auch einen weichen Kern haben: Denn die Rocker laden am Samstag, 6. Juni, ab 14 Uhr an den Weicheringer Weiher und bitten bei ihrer „15 Years on the Road“-Party um Spenden für die bei einem Verkehrsunfall schwerst verletzte Emily und ihre Familie.

Die Idee zu der Spendenaktion hatte Daniela Wittmann. Der Frau eines Club-Mitglieds, selbst Mutter einer Tochter, war es ein Bedürfnis, den Samstagnachmittag zu nutzen, um bei einem bunten Programm Spenden für Emilys Eltern zu sammeln. Die Mitglieder waren damit einverstanden und organisierten Sponsoren für diesen Tag: Die Kühbacher Brauerei hat sich bereiterklärt, die Getränke für diese Aktion kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ebenso werden Bäcker und Metzger für eine deftige Brotzeit sorgen.

Familienfreundlich und sozial engagiert

Der Motorradclub „Wolfmen“ hat sich im Jahr 2000 gegründet. Regelmäßig treffen sie sich bei Silly’s, einem Bierstüberl am Weicheringer Weiher. Ein kleiner Raum dort gehört den Wolfmen, den sie sich in ihren Clubfarben gestaltet haben: Alles ist rot und schwarz. Mit wilden oder gar kriminellen Rockern haben die Clubmitglieder nichts zu tun. Zwischen Ende 30 und Mitte 50 sind die Biker, familienfreundlich und sozial engagiert: Bei Ausflügen und so mancher Party sind Frauen und Kinder mit dabei, und beim Sommerfest vor zwei Jahren haben sie BACAA (Biker against childporn and abuse) eine Plattform geboten. Der Verein setzt sich gegen Kindesmissbrauch ein.

Nur in einer Sache lassen die Männer die harten Kerle raushängen: Frauen gibt es bei den Motorradclubs nicht. Die haben sich in eigenen Vereinen zusammengetan. Was getan wird, wie etwas organisiert wird – das alles entscheidet beim MC allein der Vorstand. „Das klingt überholt, aber es hat sich bewährt“, hat es Ralf Schmitt, Schriftführer und Kassenwart des Vereins, einmal erklärt. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Konsequenzen rechnen. (nr/clst)

Zu der „15 Years on the Road“-Spendenparty am Samstag, 6. Juni, ist jeder herzlich eingeladen. Sie beginnt um 14 Uhr und dauert bis circa bis 20 Uhr.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren