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Bittenbrunn
10.09.2021

Staustufe Bittenbrunn: Temporäre Sperrungen am Kraftwerk bis April

Die Staustufe Bittenbrunn wird in den kommenden Monaten temporär für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.
Foto: Annemarie Meilinger

Nach Bergheim, Ingolstadt und Bergheim will Betreiber Uniper nun das Wehrfeld 2 in Bittenbrunn erneuern. Dabei kommt es zu temporären Sperrungen.

An der Staustufe Bittenbrunn geht es nach dem erfolgreichen Abschluss der Revision der Wehrfelder der Kraftwerke Bergheim, Ingolstadt und Bertoldsheim in diesen Tagen an die Revision des Wehrfelds 2, das für die anstehenden Arbeiten deswegen außer Funktion genommen wurde. Weil auch im Hochwasserfall stets der sichere Abfluss des Wassers gewährleistet sein muss, kann sich immer nur eines der insgesamt drei in den Staustufen eingebauten Wehrfelder in Revision befinden. Für Radfahrer und Fußgänger, die die Wehrbrücke im Normalfall benutzen dürfen, kommt es zu temporären Sperrungen. Alle Einschränkungen für Anwohner und Brückennutzer bis Ende April werden so gering wie möglich gehalten, teilt Betreiber Uniper mit.

Für die Ertüchtigung des Wehrfelds an der Staustufe Bittenbrunn ist knapp eine Million Euro veranschlagt

Die Maßnahme ist mit dem Landratsamt Neuburg Schrobenhausen und dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt abgestimmt. Für die Ertüchtigung des Wehrfelds ist knapp eine Million Euro veranschlagt. Sie ist bis Ende Dezember angesetzt. Im Zuge der Arbeiten wird das Wehrfeld zunächst mit Dammtafeln trockengelegt. Anschließend wird ein Arbeitsgerüst eingebaut und eine Dachkonstruktion für die Einhausung ergänzt sowie ein Maschinenpodest über dem Wehrfeld gebaut. Dafür wird der Wasserspiegel im Unterwasser des Kraftwerks Bittenbrunn temporär abgesenkt, um das Gerüst sicher einzubauen. Die Absenkung erfolgt behutsam, damit sich die Fische und andere Wasserlebewesen auf die veränderten Umstände einrichten können, heißt es. Die örtliche Fischerei ist über das Vorgehen informiert.

In dieser hermetischen Einhausung, über die sämtliche bei den Arbeiten anfallenden Farbreste und Verschmutzungen abgesaugt werden, werden Spezialisten aus Oberösterreich, Norddeutschland und Oberbayern mit bis zu sechs Monteuren gleichzeitig vor Ort arbeiten. Die coronabedingten, strengen Regeln werden dabei beachtet. Im Fokus der Arbeiten stehen der Austausch der bis zu 24 Meter langen Hartgummidichtungen an den Seitenabschlüssen des 70 Tonnen schweren und etwa acht Meter hohen Stahlkolosses sowie erstmals auch an der Sohle in neun Meter Tiefe. Zum anderen werden sämtliche Außenflächen des Wehrfelds bis auf den blanken Stahl gesandstrahlt und mit einem neuen Korrosionsschutz beschichtet. Das abgetragene Material wird über die Einhausung der Baustelle abgesaugt und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben fachgerecht entsorgt. Sämtliche beweglichen Teile wie die 16 Meter langen, jeweils 38 Tonnen ziehenden Wehrketten, Zugarme, Getriebe, Motoren, Lager samt Lagerbolzen und Luftsprudeleinrichtungen (zur Verhinderung von Eisbildung) werden ebenfalls einer intensiven Kontrolle unterzogen und soweit erforderlich auch instandgesetzt. Alle Schweißnähte, Niet- und Schraubverbindungen, Torverankerungen sowie die Armierungen werden auch geprüft und ertüchtigt. (nr)

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