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10.06.2009

Bonsaifreunde stellen bei Landesgartenschau aus

Neuburg/Rain Im Rahmen der kleinen Landesgartenschau in Rain haben die Bonsaifreunde Neuburg im Heimatmuseum ihre Schätze ausgestellt. Dabei zeigten sie etwa 30 heimische Pflanzen, die sich hervorragend als Bonsais eignen.

Schon bei der offiziellen Eröffnung stellte der Bürgermeister Gerhard Martin klar: "Wer nicht kommt, hat was verpasst!" Artur Eichhorn, als Vertreter der Bonsaifreunde Neuburg, sagte: "Mit dieser Ausstellung wollen wir zeigen, dass auch vor der Haustür ganz tolle Sachen wachsen, die sich hervorragend für die Bonsaigestaltung eignen! Was nicht zu vergessen ist: Bonsais gehören nach draußen."

Bei der anschließenden Ansprache der Heimatmuseumsleiterin Edith Findel wurde ebenfalls klar, dass diese Ausstellung großen Zuspruch finden wird. "Ich freue mich, dass ich es zum ersten Mal seit Jahren geschafft habe das Motto "lebendiges Museum" so umzusetzen."

Während des gesamten Ausstellungswochenendes kamen etwa 400 Besucher. Viele von ihnen zeigten großes Interesse an den Pflanzen und konnten nicht glauben, dass alle ausgestellten Bonsais das ganze Jahr über draußen stehen.

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Das ganze Jahr über stehen die Pflanzen im Freien

Unvorstellbar war es für die Meisten, dass sie selbst in relativ kurzer Zeit ähnliche Bonsaiwälder haben können, wie den ausgestellten Lärchen- oder Spitzahornwald. Besonders faszinierend fanden die Besucher auch den Vergleich zwischen einer Stieleiche und einem Spitzahorn. Der Ahorn ist knappe 20 Zentimeter, die Eiche mehr als fünfmal so hoch - und trotzdem sind beide etwa 25 Jahre alt. Woran das liegt? "An den verschiedenen Gestaltungsmethoden. Der Zuwachs kommt von den Blättern oder Nadeln, je mehr, desto größer wird der Baum. Am Bonsai kann man fast alles ändern, bis auf die Blatt-, Blüten-, und Fruchtgröße", sagte Artur Eichhorn bei einer Führung durch die Ausstellung.

"Wenn man aus einem Lederapfelbaum einen Bonsai macht, kann das durchaus klappen, aber wenn er dann Früchte trägt, braucht der Apfel einen eigenen Tisch zum draufstellen, weil er Originalgröße hat." Während der gesamten Ausstellung konnte man immer wieder hören: "Toll diese Bäume, erstaunlich, was man mit heimischen Pflanzen machen kann." Bei einigen Beistellpflanzen zeigten sich die Besucher verwundert, aber gleichzeitig begeistert: "So was habe ich auch im Garten, aber ich reiß das immer raus." Einige Besucher verewigten sich auch mit Kommentaren im Gästebuch, durch die sie ihre Begeisterung schriftlich festhielten.

Doch wie kam es eigentlich zu dieser Ausstellung? Bei einer bereits vorangegangenen Ausstellung mit den Rainer Fotofreunden kam Artur Eichhorn ins Gespräch mit der Museumsleiterin Edith Findel. Während diesem Gespräch stellte sich heraus, dass diese Räume auch für eine Bonsaiausstellung hervorragend geeignet sind. So war die Idee der Ausstellung geboren, die jetzt in Zusammenarbeit mit den Neuburger Bonsaifreunden umgesetzt wurde.

Aber auch die Neuburger Bonsaifreunde haben eine interessante Entstehungsgeschichte: In der Zeitung gab es eine Annonce, in der Mitglieder für einen Bonsaiverein gesucht wurden. Über den bereits bestehenden Bonsaiarbeitskreis in Augsburg wurden Artur und Anita Eichhorn auf die Annonce aufmerksam. Dann ging alles Schlag auf Schlag und die Neuburger Bonsaifreunde wurden 2002 gegründet und bereits im nächsten Jahr machten sie ihre erste Ausstellung im Neuburger Rathaus.

Das Treffen der Bonsaifreunde findet jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im "Neuwirt" statt. Die nächste Ausstellung der Neuburger Bonsaifreunde steht auch schon wieder in den Startlöchern: im Rathausfletz am 3. und 4. Oktober 2009.

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