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Ehekirchen

13.11.2019

Brücken: Baubeginn soll im Oktober sein

Das ist die Brücke in Ehekirchen an der Straße zwischen Seiboldsdorf und der Kreisstraße ND 12 über den Dinkelshausener Arrondierungskanal. Diese Brücke und die Brücke über den Allerbach sind dringend sanierungsbedürftig. Sie müssen abgerissen und neu gebaut werden.
Foto: Dorothee Pfaffel

Der Dinkelshausener Arrondierungskanal und die Brücke über den Allerbach müssen erneuert werden. Worüber die Gemeinderäte sonst noch gesprochen haben.

Die Planungen zum Neubau der Brücken über den Allerbach und den Dinkelshausener Arrondierungskanal sind nahezu abgeschlossen. Dies teilte Detlef Raven, Experte des Ingenieurbüros Wipflerplan, den Gemeinderäten in der Sitzung am Dienstagabend mit. Trotzdem wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis mit dem Bau begonnen werden kann.

Wie Raven sagte, handle es sich um zwei unterschiedliche Bauwerke. Die Brücke über den Arrondierungskanal werde rund 300.000 Euro brutto kosten, die über den Allerbach ungefähr 278.000 Euro brutto – von diesem Betrag könnten aber noch 50 Prozent Förderung abgezogen werden. Die Bauzeit betrage pro Brücke – inklusive Abriss des alten Bauwerks – mehr als ein halbes Jahr, schätzte Raven. Die Ausschreibung für beide Projekte sei für Januar geplant. Gebaut werden solle dann ab August. Früher sei nicht möglich, da die Untere Naturschutzbehörde Bedenken wegen des Wiesenbrüters habe, sagte der Experte. Dessen Brutzeit dürfe nicht gestört werden. Während der Bauzeit gebe es keine Überquerungsmöglichkeit für den öffentlichen Verkehr, nur für Baustellenfahrzeuge, berichtete Raven.

Brücken in Ehekirchen: Gemeinderäte sind gegen Bauzeit ab August

Die angedachte Bauzeit ab August stieß bei den Gemeinderäten auf wenig Begeisterung. Wie Gemeinderat Paul Strixner, selbst Landwirt, sagte, würde die Bauphase dann nämlich genau in die Erntezeit fallen. Einige Landwirte müssten aber, um die Ernte einzuholen, die Brücken überqueren. Eine provisorische Überfahrung für den öffentlichen – und damit auch landwirtschaftlichen – Verkehr würde pro Brücke 15.000 Euro kosten, merkte Raven an. Wie in der Sitzung deutlich wurde, ist die Gemeinde nicht bereit, diese zusätzlichen Kosten zu tragen. Gemeinderat Paul Kammer schlug gar vor, das Landratsamt solle die Kosten übernehmen. Am Ende beschlossen die Räte, dass Bürgermeister Günter Gamisch noch einmal mit der Naturschutzbehörde sprechen solle. Weiter entschied der Rat, dass beide Bauprojekte, wie angedacht, gemeinsam im Januar ausgeschrieben werden sollen. Gebaut werden soll allerdings erst ab Oktober – nach der Ernte, über den Winter. Die zweite Brücke wird möglicherweise erst ab Oktober 2021 gebaut, abhängig von den Angeboten der Baufirmen.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Gemeinderäte am Dienstag mit diesen Themen:

Baugebiet: In der Schützenstraße in Schainbach wird das Baugebiet um zwei Parzellen erweitert. Für den Bebauungsplan wurde der Aufstellungsbeschluss gefasst.

Hochwasser: Eine Expertin des Ingenieurbüros Steinbacher referierte über drei mögliche Varianten zur Öffnung der Bachverrohrung am Graben nördlich des Lohgrabens in Schönesberg. Der wasserrechtliche Genehmigungsbescheid enthält die Auflage, das am Auslass in den Graben eingeleitete Regenwasser vor beziehungsweise an der Einleitungsstelle zurückzuhalten und zu drosseln. Ziel ist es, die Belastung der Gräben zu reduzieren und somit künftig Hochwasser zu vermeiden. Dafür wird im Bescheid ein Rückhaltevolumen von 210 Kubikmeter gefordert. Um dieses Rückhaltevolumen zu erreichen, muss die Gemeinde möglicherweise Privatgrund erwerben. Die Gemeinderäte brachen die Diskussion allerdings frühzeitig ab. Im nächsten Bauausschuss will man sich die Lage vor Ort genauer ansehen, erst danach soll eine Entscheidung getroffen werden.

Energiekonzept: Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig dafür aus, ein Angebot für eine Studie einzuholen, damit ein zukunftsträchtiges Energiekonzept für die öffentlichen Gebäude in Ehekirchen umgesetzt werden kann.

Kläranlage: Die neue Kläranlage braucht eine Heizung. Damit müssen 150 Quadratmeter Betriebsräume geheizt und 130 Quadratmeter Nebenräume frostfrei gehalten werden. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, eine Luftwärmepumpe für circa 27.000 Euro anzuschaffen.

Internet: Der Breitbandausbau in Ehekirchen schreitet voran. Noch im November sollen Ambach und der Kernort fertiggestellt werden. Danach, voraussichtlich im April, stehen die Ortsteile Bonsal und Buch an, im April/Mai Holzkirchen und im Mai die restlichen Anschlüsse in Schainbach. Alle anderen Ortsteile sind bereits abgearbeitet. Abgeschlossen soll der Ausbau Ende Juni sein. Ursprünglich sollte der Breitbandausbau deutlich schneller gehen. In einer Gemeinderatssitzung im März 2018 hatte der Bürgermeister die Fertigstellung bis Herbst 2018 angekündigt. Dass sich der Ausbau so lange hingezogen hat, liege vor allem daran, dass die Tiefbaufirmen so stark ausgelastet und deshalb schwer greifbar seien, erklärt die Breitbandpatin der Gemeinde Ehekirchen, Franziska Stegmeyr, gegenüber unserer Zeitung. Eine gute Nachricht zum Thema Internet gab es in der Sitzung am Dienstag aber auch noch: Die Gemeinde wird einen Förderantrag stellen und rechnet mit einem Betrag von bis zu 50.000 Euro für Planungs- und Beratungsleistungen. Denn langfristig sei es das Ziel, überall in der Gemeinde Glasfaser zu haben, so Stegmeyr.

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