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23.03.2015

Bürger zu Beteiligten machen

Dialogprozess beim Hochwasserschutz in Bertoldsheim

In den Hochwasserschutz der oberbayerischen Städte und Gemeinden flossen vergangenes Jahr über 75 Millionen Euro, davon 90 Prozent vom Freistaat. Die weiteren Mittel stammen aus den Kassen der EU, des Bundes oder waren Eigenanteil von Städten und Gemeinden, teilt die Regierung von Oberbayern mit.

Die Staatsregierung hat nach dem Katastrophenhochwasser vom Juni 2013 das bereits laufende Hochwasserschutzprogramm zum Aktionsprogramm 2020 plus erweitert und finanziell aufgestockt. Zusätzliche 29 Millionen Euro wurden an Bundesmitteln zur Wiederherstellung der geschädigten Infrastruktur bereitgestellt. Fast 50 Millionen Euro haben die bayerischen Wasserwirtschaftsämter allein 2014 für die Instandsetzung der im Jahr zuvor beschädigten Hochwasserschutzeinrichtungen ausgegeben. „Ich bin froh, dass wir den betroffenen Kommunen so schnell und unbürokratisch helfen konnten und, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen zügig weitergebaut werden können“, sagt Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

Auch in der Region ging es mit dem Hochwasserschutz voran. Die Städte Neuburg und Ingolstadt haben mittlerweile einen vollwertigen Hochwasserschutz an der Donau. 2015 beginnt für rund 3,2 Millionen Euro bei Pförring die Sanierung des letzten noch ausstehenden Deichabschnittes am oberbayerischen Flusslauf. Besonders erfreulich wertet Hillenbrand den Fortschritt bei der Absiedlung des Burgheimer Ortsteiles Moos. Die Absiedlungshilfe werde zwischenzeitlich von den Bürgern gut in Anspruch genommen. 2014 habe die Regierung von Oberbayern alle Anträge absiedlungswilliger Bürger mit einem Finanzvolumen von 1,7 Millionen Euro bewilligt, so der Regierungspräsident.

Bauarbeiten in Riedensheim starten Ende März

Das neue Flutpolder-Programm der Staatsregierung sieht auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Standorte für gesteuerte Donau-Rückhalteräume vor. Ende März wird mit dem Bau des ersten Flutpolders bei Riedensheim begonnen. Für den Standort Bertoldsheim soll bis Ende 2015 ein Hochwasserdialog vor Ort geführt werden, um den betroffenen Bürgern und Kommunen die Möglichkeit zur Information und Beteiligung am Planungsprozess zu geben. Für viele oberbayerische Städte und Gemeinden werden Hochwasserschutzmaßnahmen geplant und schon umgesetzt, darunter auch Schrobenhausen und Manching. Aufgrund der Tatsache, dass das Hochwasser 2013 in ganz Deutschland rund 6,7 Milliarden Euro Sachschäden verursachte, sei dies gut investiertes Geld, betont Hillenbrand. Trotz aller Anstrengungen bleibe ein Restrisiko.

Mit der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie wurde 2014 in Bayern erstmals ein Extremhochwasser an rund 7000 Kilometer Flusslänge berechnet. Die Erkenntnisse fließen in den Hochwasserrisikodialog von Behörden und Kommunen ein. „Denn nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser und mit einer guten Vorbereitung können Leben gerettet und Schäden verringert werden“, wird der Regierungspräsident Hillenbrand abschließend weiter zitiert. (nr)

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