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Neuburg-Schrobenhausen

29.11.2019

Bunte Blühstreifen am Straßenrand

Die Grünstreifen am Straßenrand sollen natürlicher werden.
Foto: Adobe Stock

Entlang der Kreisstraßen will der Landkreis künftig artgerechter mähen.

Addiert man die Mähflächen entlang der Kreisstraßen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, kommen 0,8 Millionen Quadratmeter zusammen. Und einen Teil dieser Fläche will der Landkreis gewinnbringender für Insekten, Vögel und Kleintiere gestalten. Am Donnerstagnachmittag befasste sich der Natur- und Umweltausschuss im Landratsamt Neuburg mit diesem Thema.

Los geht es bereits damit, wie die Flächen entlang der Straßen gemäht oder besser gesagt gemulcht werden. War bisher die Arbeit auf möglichst rasche Erledigung ausgelegt, soll nun darauf geachtet werden, wann und wie gemäht wird. Außerdem sollen wertvolle Blühflächen besonders vorsichtig behandelt werden. Die können auch mal stehenbleiben. Ein Balkenmäher sei schonender für die Kleintiere, erklärte Markus Laumer, Sachgebietsleiter Hoch- und Tiefbau im Landratsamt.

An den Straßen muss es nicht aussehen wie in einem Park

Die Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz haben Auswirkungen auf diverse Bestimmungen des bayerischen Straßen- und Wegegesetzes. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu fördern und von der intensiven in eine extensive Pflege zu wechseln. Immer unter der Prämisse der Verkehrssicherheit soll nur mehr ein drei Meter breiter Grünstreifen entlang der Straßen gemäht werden. Hilfreich wäre es auch, das gemähte Gras abzutransportieren, damit der magere Boden erhalten bleibt, auf dem sich heimische Blüher besonders gut entwickeln. Allerdings stellt sich dann das Problem der Entsorgung. Biogasanlagenbetreiber nehmen das Mähgut von Straßenrändern sehr ungern, ist es doch oft durch Abfälle verschmutzt.

Kreisrat Martin Wendl regte an, dass man die Pflanzen ruhig wild wachsen lassen solle. „Es muss nicht immer aufgeräumt wie in einem Park aussehen“, so seine Meinung. Dem käme auch ein Umdenken in der Bevölkerung entgegen, so Maria Lang. Alfred Hornung will, dass die Maschinenführer darauf geschult werden zu erkennen, welche Pflanzen wichtig für Insekten und Vögel sind. Diesem Vorschlag konnte das Landratsamt jedoch entgegnen, dass auf dem Mäher schon jetzt in 80 Prozent aller Fälle ein Landwirt oder Imker und damit ein „Profi“ sitze. 

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