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25.07.2010

Burgfräulein und edle Knappen

Am Samstag mussten die Besucher noch ihre Schirme auspacken...
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Am Samstag mussten die Besucher noch ihre Schirme auspacken...

Ingolstadt Noch größer, noch abwechslungsreicher, noch attraktiver - aber dennoch weniger Besucher als bei der Premiere während der 1200-Jahr-Feier vor zwei Jahren. Das kann als Resümee des zweiten Herzogsfests am Wochenende in Ingolstadt gezogen werden.

Es wird abwechselnd mit dem traditionellen Schanzer Bürgerfest veranstaltet. Ingolstadts Kulturreferent Gabriel Engert: "Zentrale Idee des Herzogsfests ist die Darstellung der spätmittelalterlichen Geschichte der Stadt, die durch die bayerischen Herzöge und ihre spätgotischen Bauten aus jener Epoche bis heute viele bleibende Eindrücke hinterlassen hat."

Dass die Gästezahlen heuer hinter den erwarteten und erhofften 30 000 Menschen zurückblieben, lag aber nicht an der von Albert Schneider vom Kulturamt sowie vom Neuburger Friedhelm Lahn und von Marktvogt Markus Bauch geleiteten Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung, sondern schlicht und einfach am wenig einladenden Wetter: Bei der Eröffnung am Freitagabend durch Oberbürgermeister Alfred Lehmann (NR berichtete) goss es in Strömen und auch den ganzen Samstag über ließ der Regen nicht nach.

Erst am Abend dann beruhigte sich alles - aber da war es offensichtlich vielen schon zu spät und auch zu "frisch" für einen Besuch des Festes.

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Mehr als 800 Mitwirkende sorgten für mittelalterliche Stimmung

Erst am Sonntag, und da dann schon ab 10.30 Uhr vormittags, "strömten" bei jetzt endlich strahlend weißblauem Himmel die Ingolstädter - und dazu viele Besucher aus der gesamten Region und weit darüber hinaus - die an der Donau gelegene Schlosslände und den Platz vor dem Neuen Schloss. Und sie bereuten mit Sicherheit nicht ihr Kommen, denn mehr als 800 verwegene Landsknechte, verführerische Marketenderinnen, gut aufgelegte Gaukler, tapfere Ritter und edle Burgfräuleins "spielten Mittelalter".

Das Ganze wurde umrahmt von bejubelten Auftritten von Gruppen wie "Fatzwerk" aus der Hallertau, der Magiertruppe "Theolonius Dilldapp" und "Platerspil" sowie des historischen Ensembles "Capella Antiqua". Zu erleben gab es außerdem zahlreiche Konzerte und Theatervorführungen, viele Geschicklichkeitsspiele - insbesondere für die jüngsten Festbesucher - sowie Ritterkämpfe, ein Bogenschieß- und ein Bruchenball-Turnier.

Daneben wurden an über 100 Ständen zum Mittelalter passende Accessoires und mehr oder weniger zeitgenössische Schmankerl und Leckereien zum Kauf angeboten. Die Festgäste waren sichtlich mehr als zufrieden mit dem Gebotenen und hatten eigentlich nur einen einzigen Wunsch: "In zwei Jahren, beim dann dritten Ingolstädter Herzogsfest, bitte von Anfang an besseres Wetter!"

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