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Burgheim

14.01.2019

Burgheimer Feuerwehr wird 50 Mal um Hilfe gerufen

Ehre wem Ehre gebührt. Bei der Generalversammlung ehrte die Burgheimer Feuerwehrführung zahlreiche Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft.
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Ehre wem Ehre gebührt. Bei der Generalversammlung ehrte die Burgheimer Feuerwehrführung zahlreiche Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft.
Bild: Peter Maier

Darunter war im vergangenen Jahr auch ein Einsatz am Sportsee. Doch das Auto, das im See versunken sein sollte, gab es nicht.

Wer glaubt, das aktuelle Schneechaos habe nur Auswirkungen auf die Gebirgsgegend und das Voralpenland, musste sich bei der Generalversammlung der Burgheimer Feuerwehr eines Besseren belehren lassen. Der Landkreis schickte ein Hilfeleistungskontingent von 120 Floriansjüngern in den Landkreis Traunstein. Darunter sind auch neun Burgheimer, die in der Eisschnelllaufhochburg Inzell gegen die Schneemassen ankämpfen. Mit dieser Nachricht eröffnete der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Burgheim die jüngste Generalversammlung.

Andreas Steiner blickte dabei auf die gesellschaftlichen Aktivitäten im abgelaufenen Jahr zurück. Gleich nach der letztjährigen Generalversammlung organisierten die Jugendwarte eine winterliche Fackelwanderung. Im Mai fanden die Wehrleute mit ihrem Florianstag wieder viel Zuspruch in der Bevölkerung. Richtige „Akkordarbeit“ leisteten rund 100 Floriansjünger beim Marktfest. Ihre Steaksemmeln und Hutzelfleischteller entpuppten sich erneut als Verkaufsschlager. Um bereits Kindern den Feuerwehrdienst schmackhaft zu machen, beteiligte sich die Wehr am Ferienprogramm der Marktgemeinde. Zum Jahresende zählte die Burgheimer Feuerwehr 496 Mitglieder.

Für den in Inzell weilenden Kommandanten Anton Gutjahr verlas Josef Kimmerling den Kommandantenbericht. 63 aktive Feuerwehrler bildeten sich bei elf verschiedenen Lehrgängen weiter. Die Palette erstreckte sich von Strahlrohrführung und Heißausbildung über technische Hilfeleistung bis zu Flugunfällen mit Kleinflugzeugen, die es in Burgheim auch gibt. Ihre Leistungsfähigkeiten demonstrierten die Wehren im gesamten Gemeindebereich an der Grund- und Mittelschule. Im Rahmen der Brandschutzerziehung erläuterten die Wehrleute Handhabung und Einsatzbereich von Feuerlöschern in Betrieben, im Kindergarten und der offenen Ganztagsschule. Insgesamt wurde Burgheims Feuerwehr im vergangenen Jahr zu 50 Einsätzen gerufen. Elf Einsätze waren wetterbedingt – hauptsächlich, um umgestürzte Bäume von Fahrbahnen zu entfernen. Bei acht schweren Verkehrsunfällen verhinderte das fachkundige Eingreifen der Wehrleute oft Schlimmeres. Allerdings wurden die Wehren aus Burgheim und Rennertshofen, die Polizei, die Wasserwacht und das BRK auch Opfer eines äußerst üblen Scherzes. Ein Anrufer dirigierte die Rettungskräfte nachts um 3.30 Uhr zum Burgheimer Sportsee. Dort sei ein Auto mit einer Person in das Wasser gerollt. Nach zweieinhalb Stunden wurde der Einsatz abgebrochen. Dagegen war der Brand einer landwirtschaftlichen Halle vor Rennertshofen real. Die Burgheimer waren dort mit schwerem Atemschutz im Einsatz.

Feuerwehr Burgheim wünscht sich ein neues Fahrzeug

Nur dank des guten Ausbildungsstands der Mannschaft sowie der Ausstattung sei es möglich gewesen, die Einsätze schnell und sicher abzuwickeln, sagte Kimmerling. Deshalb sei es dringend erforderlich, den Fahrzeugbestand in Burgheim und Straß-Moos aufrecht zu erhalten. Seit Längerem sei auch beantragt, alte Fahrzeuge durch neue zu ersetzen. Eine Antwort von der Gemeinde aber stehe aus.

Johannes Rößler berichtete von der Jugendarbeit mit den Feuerwehranwärtern. Highlight sowohl für die Jugendlichen als auch für die Ausbilder sei der Wettbewerb um die Deutsche Jugendleistungsspange in Burgheim gewesen.

Abschließend gab es noch Ehrungen. Vor 25 Jahren kam Marco Löffler zur Feuerwehr. Vor 40 Jahren schlossen sich Cornelia Edler, Erich Fanderl sen., Ulrich Ottillinger jun., Rudolf Reisch, Albin Schwinger, Hans Heider, Alfred Fensterer, Marielle Pototzky, Anneliese Frey, Bernhard Stadler, Klaus Diepold, Gerhard Müller, Anton Reisch, Johann Schwab und Willi Vogel an. Bereits ein halbes Jahrhundert dabei sind Josef Baumgartner, Heinrich Höger, Josef Schoder, Werner Böll, Karl Meier, Franz Vogl, Michael Glaß und Johann Schmid.

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