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Neuburg

11.11.2019

Charityball: Party-Ballnacht für einen sozialen Zweck

So glänzend die Kleider der Sängerinnen der Band Smile waren, so glanzvoll war auch wieder die Charity-Night im Kolpinghaus. Gut 200 Gäste feierten am Samstag und spendeten gleichzeitig rund 13.000 Euro für die Arbeit der Stiftung für Neuburger. 
Bild: Florian Staron

Beim Charityball der Stiftung für Neuburger wird gefeiert und gespendet. Gut 13.000 Euro kommen zusammen. Dafür kriechen manche Herren auch unter die Tische.

Normalerweise sind es die Damen, die spät am Abend ihre schönen, aber unbequemen Schuhe ausziehen und gegen bequeme Treter austauschen. Beim Charityball der Stiftung für Neuburger am Samstag waren es allerdings die Herren, die ihr Schuhwerk ablegten – und das noch weit vor Mitternacht. Sie taten es allerdings nicht freiwillig, sondern auf Geheiß von Moderator Bernhard Mahler. Der hatte sich wieder ein Spiel einfallen lassen, das sich in diesem Jahr an die Männer richtete und unter erschwerten Bedingungen – nämlich strumpfsockig – ausgeführt werden musste.

Das war wohl nix, Herr Fuhr! Beim diesjährigen Spiel mussten 24 Herren unter die Tische kriechen, wo unter der Tischplatte ein Kuvert klebte – oder auch nicht.
Bild: Florian Staron

Zu diesem Zeitpunkt war der Ball der Bälle in Neuburg bereits in vollem Gang. Zum siebten Mal hatten Ernst Kaltenstadler, Bernhard Fortner und Manfred Enzersberger ins Kolpinghaus geladen, um mit gut 200 Gästen zu feiern, gleichzeitig aber auch Spenden für ihre Stiftung zu sammeln. Rund 13.000 Euro sind in diesem Jahr durch Losverkäufe, einer Versteigerung, einer Fotoaktion und einem Teil des Eintrittspreises zusammengekommen. Geld, das die Stiftung zusammen mit den vielen kleinen und großen Spenden, die sie immer wieder von Privatleuten und Geschäftskunden erhält, für soziale Projekte in und um Neuburg einsetzt. Da wird zum Beispiel das Schulfrühstück an der Dr.-Walter-Asam-Schule finanziert, für Kinder aus sozial schwachen Familien gibt es Weihnachtspakete oder eine Schulerstausstattung, und eine Nähgruppe bekommt Stoffe bezahlt, damit diese kleine Strampler für Frühchen an der KJF-Klinik schneidert. Die Stiftung ermöglichte unter anderem aber auch eine Reittherapie für ein krankes Kind und die Kinderbetreuung für eine Alleinerziehende. All diese Beispiele wurden bei der Charity-Night erwähnt, um den Gästen einen Einblick in die Arbeit der Stiftung zu geben.

Welche Preise in der Lostrommel beim Charityball in Neuburg lagen

Nachdem die Etageren mit den mediterranen Vorspeisen abgeräumt waren, das Schweinefilet im Kräutermantel mit Wurzelgemüse verputzt war und die ersten Runden zu Walzer, Rumba und Disco-Fox getanzt waren, stand jenes Spiel auf dem Programm, für das 24 Herren ihre Schuhe ausziehen mussten. An zehn der 24 runden Galatische, so lautete die Anweisung, klebt ein Umschlag unter der Tischplatte. Nur derjenige, der einen Umschlag ergattert, erhält einen Preis für sich und seine Tischnachbarn. Auf Kommando rannten die Heroen des Abends los, schlitterten durch die Reihen, krochen unter die Tische und hatten wahlweise Glück oder Pech. Unter den Siegern wurden schließlich die Preise ausgelost – wobei es für einen von ihnen wahrlich dumm gelaufen ist. Zimmerer Christian Stemmer aus Unterhausen hatte einen Besuch für zehn Personen im Oberhausener Theater gesponsert, hatte die Eintrittskarten laminiert und adrett in einen Rahmen verpackt – und schließlich seinen eigenen Preis just selbst gewonnen.

Die Veranstalter des Abends: Ernst Kaltenstadler, Manfred Enzersberger und Bernhard Fortner (von links) mit Moderator Bernhard Mahler.
Bild: Florian Staron

Doch ganz egal, ob die Gäste ein Menü im Arco-Schlösschen, VIP-Karten für die Audi-Lounge in der Allianz-Arena, einen Audi RS4 für ein Wochenende, einen exklusiven Kinobesuch – oder am Ende auch gar nichts gewonnen haben: Der Abend war für die Gäste und für die Veranstalter Gewinn genug. Um 2.30 Uhr war die Tanzfläche immer noch voll. Die Michael Jacksons, John Travoltas und Back Streets Boys aus Stadt und Land ließen keinen Zweifel daran, dass sie es immer noch drauf haben. „Saugeiler Ball – ich glaub sogar der Beste“, bilanzierte einer der Gäste. Mehr Kompliment geht nicht. Das verflixte siebte Jahr haben die Veranstalter zweifellos unbeschadet überstanden.

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