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Christkindlmarkt: Unnötig Porzellan zerschlagen

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Kommentar Von Gloria Geissler
27.02.2019

Nachdem der Neuburger Stadtrat einen Kompromiss abgelehnt hat, wird der Verkehrsverein in diesem Jahr keinen Christkindlmarkt auf dem Karlsplatz mehr veranstalten. 

Seitdem der Verkehrsverein der Stadt die Kündigung auf den Tisch gelegt hat, ist einige Zeit vergangen, aber die Wogen haben sich nicht geglättet. Im Gegenteil: Man hat das Gefühl, dass es am Ende vor allem um gekränkte Eitelkeiten ging. Der Stadtrat fühlte sich erpresst von der plötzlichen Kündigung, der Verkehrsverein in seiner ehrenamtlichen Arbeit nicht genügend wertgeschätzt.

Nun sind Neuburgs Politiker wahrlich nicht dafür bekannt, Trends zu erkennen, visionär die Zukunft zu entwickeln und mutige Entscheidungen zu treffen. All diese Eigenschaften hätte es nämlich gebraucht, um Neuburgs Christkindlmarkt über die Region hinaus attraktiv zu machen. Aber natürlich hätte es dazu auch von Seiten der Organisatoren mehr gebraucht als ein paar zusätzliche Buden entlang der Amalienstraße – und nicht zuletzt auch mehr Fingerspitzengefühl und Kompromissbereitschaft, um die Ideen dem Stadtrat verkaufen zu können. Was bleibt, nach dieser emotional geführten Diskussion, ist unnötig zerschlagenes Porzellan, das nun schnell gekittet werden sollte. In gut drei Monaten müssen nämlich zum Schlossfestauftakt alle wieder einträchtig vom Balkon des Schlosses winken.

Lesen Sie dazu den Artikel von Gloria Geißler: Ist das das Ende des Christkindlmarktes?

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