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Weihnachten 2020

28.12.2020

Christvesper im Freien, zwei Metten in der Pfarrkirche

Pfarrer Paul Igbo bei der Christmette in der Pfarrkirche St. Ludwig.
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Pfarrer Paul Igbo bei der Christmette in der Pfarrkirche St. Ludwig.

In Karlshuld feierten am Heiligen Abend Evangelen und Katholiken auf unterschiedliche Art

Bei weiten weniger Besucher erlebten auch die heiligen Messen an Weihnachten in Karlshuld. Die evangelischen Christen hielten zweimal im Freien Christvesper mit Musik vom Band, die Katholiken feierten zwei Metten in der Pfarrkirche St. Ludwig – mit Voranmeldung, reservierten Plätzen und Organistin Monika Ettig als einziger Sängerin.

Bis zu 100 Plätze gab es laut Hygienekonzept in St. Ludwig. Davon waren in der frühen Christmette 76 belegt und in der späten 50. Einige, die angemeldet waren, hatten es sich kurzfristig noch anders überlegt.

„Ich bin so froh, mitten in dieser Krise Weihnachten feiern zu dürfen“, betonte Pfarrer Paul Igbo, „obwohl dieser Glanz nicht viel damit zu tun hat, wie Jesus auf die Welt gekommen ist“. Seine Predigt hatte er ganz unfeierlich mit dem Satz „So ein Mist“ begonnen. Das habe sich Josef wohl gesagt, als Marias Kind ausgerechnet unterwegs in Bethlehem zur Welt kam, wo es keine Herberge, nur einen Stall gab. Auch das ablaufende Jahr sei „voller Mist“ gewesen. Doch diese Geburt schenke den Menschen Hoffnung. „Auch diese Zeit wird ein Ende haben“, meinte der katholische Pfarrer, den es froh gemacht hat, die Christmetten in der frisch renovierten Pfarrkirche zu feiern. „Das hat mich gestärkt und mir meine Traurigkeit genommen“, sagt er. Für die Kinder hatte es anstelle der geplanten Kinderchristmette auf dem Volksfestplatz ein Krippenhörspiel in Endlosschleife vor der Kirche gegeben. Auf einem Wagen war hier eine Krippe aufgebaut mit der Heiligen Familie, einem Hirten, drei Schafen und natürlich Ochs und Esel. Alle 20 Minuten startete die etwa fünf Minuten lange Weihnachtsgeschichte, dazu gab es Lieder von einem Kinderchor.

Da in der Christuskirche nur 34 Personen Platz fänden, hielt Pfarrer Johannes Späth zwei Christvespern auf der Pfadiwiese, zunächst mit rund 30, später mit mehr als 50 Besuchern - je 100 hätten Platz gefunden. Nicht alle hatten sich angemeldet, es waren auch noch Kurzentschlossene gekommen – was kein Problem war, denn es hatte sich schon bei der Anmeldung abgezeichnet, dass die Plätze reichen würden.

„Ganz ungewohnt war es und ich hoffe, dass wir das nicht mehr so oft so erleben werden“, meint Späth, der sonst mit 250 bis 300 Besuchern zu Weihnachten rechnen konnte. Über zahlreiche Rückmeldungen hat er sich gefreut, auch darüber, dass sein Online-Gottesdienst gut angenommen wurde.

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