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Ingolstadt

19.11.2020

Corona: Auch der Christkindlmarkt in Ingolstadt ist abgesagt

Romantisch und idyllisch: So sah der Weihnachtsmarkt in Ingolstadt 2019 aus.
Bild: Ulli Rössle, Stadt Ingolstadt

Plus Auch die Stadt Ingolstadt hat sich schweren Herzens dazu entschieden, heuer keinen Weihnachtsmarkt durchzuführen. Eine letzte Möglichkeit wird noch geprüft.

In Neuburg haben die Verantwortlichen bereits am Dienstag sowohl den Weihnachtsmarkt auf dem Schrannenplatz als auch den Christkindlmarkt in der Altstadt abgesagt. Das Risiko, dass sich dort im Dezember zu viele Menschen tummeln und mit dem Coronavirus anstecken, ist Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling zu groß. In seiner Stadt wird es deshalb lediglich einen „Markt to go“ mit Speisen zum Mitnehmen geben, außerdem werden die Sozialverlosung, der Sternderlpass und der Krippenweg umgesetzt. Donnerstagnachmittag hat sich nun auch der Ausschuss für Sport, Veranstaltungen und Freizeit der Stadt Ingolstadt mit dem Thema Christkindlmarkt beschäftigt.

Bürgermeisterin bedauert Absage des Christkindlmarkts in Ingolstadt

Im Grunde war es schon vor der Sitzung klar: Den Christkindlmarkt wie geplant am 25. November feierlich zu eröffnen – das wird wegen der Corona-Pandemie nicht möglich sein. Und so kam es nicht unerwartet, dass die gesamte Vorlage einfach zurückgezogen wurde. Dass den Ingolstädter Stadträten diese Entscheidung nicht leicht fiel, merkte man daran, dass die zweite Bürgermeisterin Dorothea Deneke-Stoll (CSU) am Ende des Tagesordnungspunkts sagte, dass noch nie so lange über eine zurückgezogene Beschlussvorlage diskutiert worden sei. Dabei hatte sie schnell klargemacht: „Es tut uns leid, wir hätten den Schaustellern gerne diese Einnahmequelle verschafft.“ Aber bei einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von aktuell 211,8 sei die Durchführung des Christkindlmarkts nicht möglich.

Wegen der Pandemie muss sich auch Ingolstadt im Advent einschränken.
Bild: Thomas Michel, Stadt Ingolstadt

So leicht wollten sich die Ingolstädter Stadträte aber nicht geschlagen geben. Einer sagte, dass man doch zumindest für einzelne Buden von langjährigen Fieranten eine Lösung finden müsse. Ein anderer meinte, dass wenigstens der Verkauf von Waren gestattet sein müsse, da Geschäfte dies doch auch dürften. Fred Over (ÖDP) brachte schließlich einen Vorschlag, den die Verwaltung nun noch einmal prüfen will: ein „Drive-in-Weihnachtsmarkt“ nach dem Vorbild der Stadt Landshut auf dem östlichen Teil des Theatervorplatzes. Dieser solle im Losverfahren mit gastronomischen Ständen bestückt werden. Die Menschen könnten mit ihren Autos durchfahren und werden dabei bedient.

Verwaltung Ingolstadt prüft Drive-in-Weihnachtsmarkt

Tobias Klein, Geschäftsführer der Ingolstädter Veranstaltungs GmbH, meinte dazu: „Ich will nicht kategorisch Nein sagen, aber das müssen wir uns erst im Detail anschauen.“ Nicht alles, was in anderen Städten möglich sei, sei auch in Ingolstadt möglich. Die Innenstadt in Ingolstadt sei besonders eng. Außerdem würde der Markt in Landshut weiter außerhalb des Stadtkerns stattfinden. Die Bürgermeisterin sagte: „Wir werden diese Idee in der Verwaltung prüfen. Aber ich will keine Hoffnungen schüren. Es gilt die Devise, Kontakte zu beschränken, um die Gesundheit zu schützen.“

Was voraussichtlich aufgebaut werden kann, sind die Märchenhütten, berichtete Klein. Denn davor seien keine so großen Menschenansammlungen zu erwarten. Zudem könnten sie je nach Infektionsgeschehen flexibel abgebaut werden. Und auch den Adventskalender für Kinder soll es geben, ebenso den Weihnachtsbaum und die Krippe auf dem Rathausplatz. „Ein gewisses weihnachtliches Flair werden wir in Ingolstadt haben“, versprach Klein.


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