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Kongresshotel

15.04.2015

Da fehlt was Wichtiges!

Das Rondell im Vordergrund sieht zwar so aus, ist aber keine Auffahrt für Autos. Denn der Vorplatz des neuen Luxushotels ist bis dato quasi als „autofreie Zone“ geplant. Die Fachplanungsbüros müssen nun schnell nachbessern.
Bild: Stadt Ingolstadt

Kurz vor der entscheidenden Sitzung kommt man im Rathaus darauf, dass die Hotelgäste gar nicht mit dem Auto vorfahren können. Wie jetzt die Reißleine gezogen wird

Am Montag nach der Sitzung des Gestaltungsbeirates hieß es noch, es seien „heilbare Dinge“, die an der Planung für das Luxushotel noch verändert werden müssen. Gestern wurde Oberbürgermeister Christian Lösel deutlicher: Die Planer haben etwas sehr Wichtiges vergessen. "Kommentar

Nämlich ausgerechnet das, was erstens ein Luxushotel immer haben muss und zweitens gerade eines in einer Autostadt: Eine Auffahrt, über die man mit seiner Edelkarosse vorfahren, sich gegebenenfalls vom eigenen Chauffeur oder einem Hotelbediensteten im Livree die Tür öffnen lassen und dann aussteigen kann. Eine solche Zufahrt wurde aber schlicht und ergreifend vergessen, gestand der Oberbürgermeister gestern in der städtischen Wochenpressekonferenz.

„Da wurde leider ohne Auto geplant“, sagte Lösel und löste damit ziemlich Verwunderung aus. Auf Nachfrage erklärte der Oberbürgermeister dann noch einmal, dass die beiden Fachplanungsbüros keine Zufahrt oder Auffahrt vorgesehen hätten. Und im Stadtrat, wo seit Jahren über das Projekt diskutiert wird, habe das auch niemand bemerkt. „Die Rolle der Vorfahrt wurde im Stadtrat nie diskutiert“, gestand Lösel ein. Weshalb nicht? Schulterzucken. Also irgendwie ein kollektives Vergessen.

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Jetzt muss schleunigst nachgebessert werden. Denn wie gestern ausführlich berichtet, sollen am Donnerstag im Stadtrat die letzten und entscheidenden Beschlüsse für das Millionenprojekt gefällt werden. Die Büros Gevas sowie Klein und Sänger würden bis dahin Vorschläge unterbreiten, sagte Lösel gestern vor den Medien. Eines der Fachplanungsbüros habe in den vergangenen Jahren bereits mehrere Ideen zur Ausgestaltung des Hotelvorplatzes unterbreitet. Vielleicht ist da ja einer dabei, der vorsieht, dass die Hotelgäste auch mit dem Auto bis zum Eingang kommen können?

Die bis eben favorisierte Planung ging davon aus, dass die Autoreisenden in die Tiefgarage fahren und von dort per Lift in die Hotelhalle kommen. Nicht einmal für Taxis ist eine Zufahrt vorgesehen – bislang. Das geht nicht: „Ein Hotel dieser Kategorie braucht eine Vorfahrt, mindestens für Taxis“, sagte der Oberbürgermeister gestern.

Lösel ist trotz des nun entstandenen leichten Durcheinanders optimistisch, dass der Stadtrat am Donnerstag akzeptable Vorschläge auf dem Tisch haben wird. Er will eine Lösung, die „funktional und elegant“ ist. Neben der Zufahrt soll auch das Fußgängerthema berücksichtigt werden, damit die Ingolstädter das Gießereigelände bequem und ungefährdet erreichen können. Im Idealfall direkt am Haupteingang des Luxushotels vorbei.

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