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Neues Gremium

27.02.2015

Damit das Alter eine Zukunft hat

Sachgebietsleiter Senioren und Betreuung Christian Kutz (links) mit dem Vorsitzenden des Seniorenrats Ludwig Berger und seiner Stellvertreterin Mini Forster-Hüttlinger.
Bild: Würmseher

der Seniorenrat im Kreis will die Weichen stellen für lebenswerte Bedingungen

Auf Landkreisebene gibt es jetzt einen Seniorenrat, der sich im November konstituiert hat und jetzt kurz vor seiner ersten offiziellen Sitzung steht. Ab 12. März wollen die 19 Mitglieder (je eines aus jeder Gemeinde) zweimal jährlich zusammenkommen, um langfristig die Weichen für eine seniorenfreundliche Zukunft zu stellen. Es geht darum, ältere Menschen – auch bei Einschränkungen – weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Die Ideen und Erfolgsmodelle aus den einzelnen Kommunen in Neuburg-Schrobenhausen sollen als Beispiele zur Nachahmung diskutiert werden.

Schon seit 2009 hat es formlose Treffen gegeben, Vertreter aus den einzelnen Landkreis-Gemeinden haben begonnen, runde Tische zum Thema Senioren zu bilden. „Aber jetzt gibt es eine formelle Grundlage und diese Einrichtung Seniorenrat hat ein Stück weit mehr Verbindlichkeit“, erläutert Christian Kutz, Sachgebietsleiter Senioren und Betreuung am Landratsamt, der das Gremium vonseiten der Verwaltung wegen begleiten wird.

„Es geht darum, den Senioren mehr Aufmerksamkeit zu schenken, denn die Menge alter Menschen wird immer größer. Da kommt ganz schön was auf die Gesellschaft zu“, sagt Mini Forster Hüttlinger, die den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden inne hat. „Je fitter unsere Senioren sind, umso besser ist es für die Gesellschaft.“ Immerhin besagen die Prognosen, dass im Jahr 2030 der Anteil der Senioren in der Gesellschaft 30 Prozent betragen wird, im Jahr 2050 sogar 50 Prozent.

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Themen, die für sie im Alltag unverzichtbar sind, sollen ins Bewusstsein gebracht werden. Da geht es etwa um Nahversorgung, Begegnungsmöglichkeiten, Barrierefreiheit, Wohnraum, Bildungsangebot, die tägliche Grundversorgung auch in medizinischer Hinsicht, und Mobilität und vieles mehr. „Es gibt kein Patentrezept“, so Kutz. „In jeder Gemeinde können die Gegebenheiten ganz unterschiedlich sein. Jeder Seniorenvertreter kann seine Beispiele vorstellen.“

Von heute auf morgen wird auch der neue Seniorenrat sicher nichts verändern. „Wir sind uns bewusst, dass wir einen sehr langen Atem brauchen“, sagt Vorsitzender Ludwig Berger. Zumal die Altersspanne etwa 40 Jahre beträgt und von mobilen Aktivsenioren bis hin zu Pflegefällen reicht. Der Seniorenrat hat beratende Funktion im Kreistag. Er wird seine Ideen einbringen und hat ein Rederecht. Auf dieser Basis und im Austausch der Gemeinden, so hoffen die Mitglieder, ist es möglich, eine Grundlage für die Zukunft zu schaffen. „Und das ist nötig“, so Forster-Hüttlinger, „denn es ist drei Minuten vor zwölf.“

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