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Bilanz

18.06.2009

Das 20. Neuburger Schlossfest ist zu Ende

Bild: Xaver Habermeier

Über 100. 000 Besucher feierten auf dem Neuburger Schlossfest. Die Veranstalter sind zufrieden und freuen sich über die wenigen Zwischenfälle. Eine Bilanz von Manfred Dittenhofer

Neuburg - Dass Organisator Friedhelm Lahn von den Hofnarren ordentlich veräppelt wurde, war lustig. Dass es am zweiten Samstag einige zum Teil schwere Schlägereien gab auf dem und rund um das Schlossfest, war traurig. Von Manfred Dittenhofer

Das Fazit des 20. Ausflugs der Neuburger in das Mittelalter kann sich aber sehen lassen: Über 100.000 zahlende Gäste haben sich an den beiden Wochenenden auf diese Zeitreise in Neuburgs Vergangenheit eingelassen.

Mehr Raufereien am zweiten Wochenende

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War das erste Wochenende noch einigermaßen friedlich verlaufen, langten Rabauken am zweiten Wochenende schon sehr viel brutaler hin. "Vor allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten wir lange nach dem offiziellen Ende des Schlossfestes noch jede Menge zu tun", berichtet der BRK-Einsatzleiter in der Altstadt, Markus Fahrmayr. Gesichtsverletzungen als Folge von Raufereien gab es am zweiten Wochenende weit mehr.

Dass die Nerven manchmal allzu blank lagen, zeigte ein Zwischenfall auf der Donaubrücke Samstag- nacht kurz vor dem Feuerwerk. Eine Autofahrerin wollte die Brücke unbedingt noch passieren, diese war allerdings schon lange gesperrt und von Zuschauern bevölkert. So kam es zu völlig unnötigen Rangeleien, die Polizeibeamte unter Applaus beendeten.

Das Feuerwerk selbst war ein voller Erfolg. Organisator Friedhelm Lahn erntete sehr viel Lob für das Spektakel. Als sich dann durch einen Anruf eines Herrn Obermeier aus der Staatskanzlei in München auch noch Ministerin Haderthauer, Minister Spänle und dessen Kulturstaatssekretär Huber für Sonntag- morgen ankündigten, stellte sich Lahn den Wecker auf halb acht, um die Gäste um neun zu empfangen. Der schwarzen Limousine entstieg dann allerdings nicht die geballte Politgilde, sondern die drei Neuburger Hofnarren. "Ich bin voll darauf hereingefallen", lacht Lahn, der die drei Übeltäter für ihren Schabernack erst einmal in den Käfig am Ottheinrichplatz sperren ließ.

Im Organisationsbüro lief derweil alles in geordneten Bahnen. Die aktiven Teilnehmer wurden von dort mit Informationen wie auch mit Essens- und Getränkemarken versorgt. Im Fundbüro landete so mancher Geldbeutel und auch einige Handys wurden abgegeben. Sogar ein Kinderschuh, Größe 15, wird dort verwahrt. Abgeholt wurde der Schuh bis Samstagnachmittag nicht. Das dazugehörige Kind wurde gottlob nicht vermisst gemeldet.

"Tolle Organisation, tolle Atmosphäre"

Bei den Aktiven ist das Schlossfest sehr beliebt. Zum ersten Mal war unter anderem die Interessengemeinschaft historisches Augsburg in Neuburg dabei. Deren Credo: "Tolle Organisation, tolle Atmosphäre, die Leute gehen richtig mit." Das kann man auch von den Anwohnern sagen, die an den beiden Wochenenden stark beansprucht wurden. Ein guter Vorschlag kam von einem Schlossfestbesucher: "Genervte Altstadtbewohner sollten von Gastfamilien aus Neuburg und Umgebung für die Schlossfestzeit aufgenommen werden."

Günther Gräbner erlebte mit seinen Mitarbeitern vom Sicherheitsdienst ein im Grundsatz ruhiges Schlossfest. Brennpunkt sei, so Gräbner, immer wieder der Karlsplatz gewesen. Und die Maßkrüge.

Die sieht Gräbner als nicht schlossfesttauglich, und das nicht nur wegen des historischen Ambientes. Bei Schlägereien würden die Krüge häufig zu Wurfgeschossen (siehe nebenstehenden Bericht). Auch Friedhelm Lahn denkt bereits über eine Änderung der Bestimmungen für die Trinkgefäße nach.

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