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Altmühltal

21.06.2019

Das Altmühltal ist für die ganze Familie

Die Altmühl fließt in aller Regel eher gemächlich dahin. 
Bild: Manfred Dittenhofer

Den Naturpark Altmühltal gibt es nun seit 50 Jahren. Er ist ein Eldorado für gemütliche Bootsreisende, Wanderer, Radler und Kletterer.

Zunächst fließt sie ruhig und träge dahin. Ein Flüsschen für die ganze Familie eben. Genauso wird die Altmühl beworben. Darauf kann jeder paddeln. Dann aber kommt man um die Flussbiegung – und schon geht es bergab. Die Flussrutsche bei Hagenacker, etwa einen Kilometer westlich von Dollnstein, bietet dann doch ein kleines Abenteuer. Kentert das Boot? Nicht nur die Paddler, nein auch die Zuschauer kommen auf ihre Kosten. Denn tatsächlich übt der eine oder andere Bootsfahrer ungewollt die Eskimorolle.

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Wer es gemütlich angehen lassen möchte, ist hier genau richtig

Die Altmühl ist ein Eldorado für Kanuten und Kajaker, die es gemütlich angehen lassen wollen. Für Familien, die auch kleine Kinder mit auf’s Wasser nehmen. Das hat sich bis München herumgesprochen. Markus Greller ist mit seinem Sohn für einen Tagesausflug aus der Landeshauptstadt nicht nach Süden an einen der bayrischen Seen oder in die Berge gefahren, sondern hat sich das Altmühltal als Ziel für das Vater-Sohn-Abenteuer ausgesucht. „Ich war vor zehn Jahren hier zum Paddeln und wollte nun meinem Sohn diese wunderschöne Natur zeigen.“ Die beiden tragen ihr Boot einige Male wieder stromaufwärts, denn die Bootsrutsche wollen sie gleich mehrmals durchfahren, bevor es beschaulich in Richtung Eichstätt geht. Greller genießt die Ruhe, die sogar in den Ferien herrscht. Nirgends lange Schlangen. Angenehme Mit-Touristen. Selbst zu Stoßzeiten ist es dort ruhiger als an manchen Natur-Highlights im Süden des Freistaates.

Egal ob zu Wasser zu Land oder in der Luft. Das Altmühltal bietet für Natursuchende eine bunte Vielfalt an Attraktionen. Radlwege im Tal für die Tourer. Oder bergauf und bergab für die Mountainbiker. Steile Kletterfelsen, wie der bei Dollnstein, eines der Wahrzeichen des Altmühltals. Oder die Absprungstellen für Gleitschirm- und Drachenflieger.

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Tourismus, Naturerlebnis und Naturschutz in einem begann in der Mitte Bayerns vor 50 Jahren. Um die Vielfalt der heimischen Natur- und Kulturlandschaften zu erhalten und diese gleichzeitig als Erholungsraum für den Menschen zu öffnen, gründeten engagierte Lokalpolitiker 1969 im Neuen Schloss in Pappenheim den Trägerverein „Naturpark Altmühltal e.V.“ und damit den Naturpark selbst. Über die Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg entstand am Schnittpunkt von Altbayern, Franken und Schwaben der damals größte Naturpark in Deutschland mit knapp 3000 Quadratkilometern Fläche. Ein sanfter Tourismus sollte dem Menschen die Natur nahe bringen. Und diese gleichzeitig schützen.

Ein besonderer Einblick in die Erdgeschichte

Der Naturpark Altmühltal machte nicht an Landkreis- oder Bezirksgrenzen halt, sondern orientierte sich an seiner landschaftlichen Einheit. So gehören zu den Gründungsmitgliedern die damals kreisfreien Städte Eichstätt und Weißenburg, die Landkreise Beilngries, Donauwörth, Eichstätt, Gunzenhausen, Hilpoltstein, Kelheim, Neuburg, Riedenburg, Weißenburg und Ingolstadt sowie der Wittelsbacher Ausgleichsfond.

Neben dem Naturerlebnis bietet das Altmühltal einen ganz besonderen Einblick in die Erdgeschichte. Vor rund 150 Millionen Jahren zog der Urvogel Archaeopteryx seine Runden über einem jurazeitlichen Meer.

Charakteristisch für den Naturpark Altmühltal sind unter anderem die naturnahen Buchenwälder, die Trockenrasen und Wacholderheiden, die Felsen und Höhlen. Zu jedem Naturraum gibt es ein Angebot an Jubiläumsführungen, bei denen die Teilnehmer von geschulten Naturparkführern begleitet werden. Sie richten sich an Touristen genauso wie an Einheimische, die die „grünen“ Seiten ihrer Heimat besser kennenlernen wollen.

Ganz im Sinne der Gründer steht auch im Jubiläumsjahr die Landschaft des Naturpark Altmühltal im Vordergrund. Zum Mitfeiern lädt das Jubiläumsfest am 14. Juli 2019 im Informationszentrum Naturpark Altmühltal ein: Bei diesem Thementag stellen sich unter anderem die Naturparkführer mit vielen Mitmachaktionen und Workshops vor.

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