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Ausbildung

01.09.2020

Das Angebot für Lehrberufe ist noch groß

Start für 242 Jugendliche im Landkreis in den 165 IHK-Ausbildungsbetrieben. Die Coronakrise verzögert die Vertragsabschlüsse. Welche Berufe besonders gefragt sind

Startschuss für insgesamt 242 junge Erwachsene im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: Für sie beginnt jetzt eine Berufsausbildung in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Laut Zwischenbilanz der IHK für München und Oberbayern ist die Zahl der Vertragsabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr im Landkreis um 9,6 Prozent zurückgegangen.

„Weniger Schulabgänger wie auch die Auswirkungen der CoronaKrise, vor allem der Stillstand in den Unternehmen während des Lockdown, sind im Ausbildungsbereich deutlich zu spüren. Viele Vertragsabschlüsse haben sich verzögert oder kommen erst jetzt nach der Sommerpause zustande. Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin nach Azubis, weswegen wir noch bis Ende Oktober mit vielen Neuverträgen rechnen. Grundsätzlich ist der Start in eine Ausbildung in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb das ganze Jahr über möglich“, erklärt Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen.

Selbst unter Corona-Bedingungen, so Beutler weiter, würde die Ausbildung in den meisten Betrieben normal weiterlaufen. Gut ein Drittel der Betriebe ermöglicht seinen Auszubildenden beispielsweise auch das Arbeiten im Homeoffice. Auch wenn in vielen Betrieben – insbesondere in der Hotellerie und Gastronomie, in der Eventwirtschaft oder auch im Einzelhandel – die Bewältigung der Corona-Krise an erster Stelle stehe, wüssten die Unternehmen, dass sie sich mit eigenem Fachkräftenachwuchs bestmöglich für die Zukunft aufstellen.

Laut der Agentur für Arbeit sind derzeit noch 231 Ausbildungsplätze im Landkreis unbesetzt, darunter auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen. Im Handwerk starten im Landkreis 136 junge Leute ihre Berufsausbildung. 2019 registrierte die Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt 144 neue Ausbildungsverhältnisse. „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Handwerk stehen trotz Corona-Krise gut“, betont Kreishandwerksmeister Hans Mayr. Mit Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl ist er der Überzeugung, dass es auch 2020 gelingen wird, jedem Jugendlichen eine Lehrstelle anzubieten, der über die nötige Ausbildungsreife und die erforderliche Motivation verfügt. Allerdings werden viele Lehrverträge voraussichtlich erst nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres am heutigen 1. September geschlossen werden. Die meisten Lehrverträge im Handwerk wurden im Landkreis in diesem Jahr bislang in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Elektroniker/in und Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik geschlossen.

Den insgesamt 231 freien Ausbildungsstellen im Landkreis stehen 101 unversorgt gemeldete Bewerber gegenüber. Rein rechnerisch stehen damit jedem Bewerber mehr als zwei Lehrstellen zur Auswahl. Zu den Top-Ausbildungsberufen im Landkreis gehören die Kaufleute im Einzelhandel, die Kaufleute für Büromanagement und die Industriekaufleute. Bei den Mädchen ist der Beruf der Kauffrau für Büromanagement am beliebtesten, bei den Buben führt der Industriemechaniker die Rangliste an. Derzeit absolvieren junge Frauen und Männer eine Ausbildung in 47 verschiedenen IHK-Berufen. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gibt es aktuell 165 IHK-Ausbildungsbetriebe. Sie stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. (nr)

Freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn findet man online unter

www.ihk-lehrstellenboerse.de

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