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17.04.2015

Das Donaumoos wird optimiert

Entwicklungskonzept soll überprüft und aktualisiert werden

15 Jahre ist das Donaumoosentwicklungskonzept mittlerweile alt. Ziel war und ist es, das Donaumoos als Siedlungs-, Wirtschafts-, Kultur- und Naturraum zu sichern. Die Pläne reichten damals bis ins Jahr 2030. Doch auf der Hälfte der Strecke ist klar: Es ist Zeit für eine Bestandsaufnahme, denn in den vergangenen 15 Jahren hat sich so manche Situation verändert oder anders darstellt als prognostiziert.

Deshalb will der Donaumoos-Zweckverband das „Donaumoos hydrologisch optimieren“, wie es etwas sperrig in der jüngsten Sitzung hieß. Das bedeutet: Es soll untersucht werden, wie Süddeutschlands größtes Niedermoorgebiet weiterhin erhalten, gleichzeitig aber nutzbar bleiben kann. Im Wesentlichen geht es also darum, eine Balance zwischen der Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen, der Wiedervernässung von Teilbereichen des Moorkörpers sowie dem Schutz vor Hochwasser zu finden. Die Kernziele des bestehenden Donaumoosentwicklungskonzepts sollen demnach beibehalten werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung, die nach Schätzung von Christian Färber vom Donaumoos-Zweckverband sicherlich zwei Jahre dauern werden, sollen Grundlage für ein Flurbereinigungsverfahren sein. Das sei das einzig zielführende Instrument, um größere zusammenhängende Flächen zu bekommen, die für den Moorerhalt und den Hochwasserschutz notwendig seien. Dabei dürften aber die landwirtschaftliche Nutzung und die wirtschaftliche Existenz der Betriebe nicht gefährdet werden, betonte Färber. Alle Interessensgruppen sollen in diesen Prozess wieder mit einbezogen und der Grundsatz der Freiwilligkeit aufrechterhalten werden.

Die Anfänge des Donaumoosentwicklungskonzeptes waren alles andere als einfach. Erste ernsthafte Pläne gab es bereits 1970. Doch alle Versuche in den folgenden 27 Jahren, die Interessen von Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft unter einen Hut zu bringen scheiterten unter Streitereien. Erst als 1997 unter dem Dach des Donaumoos-Zweckverbandes das Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben wurde, begann die Sanierung in die richtigen Bahnen zu laufen. Im Konsens mit allen Beteiligten, also den Landwirten, Gemeinden, dem Naturschutz und der Wasserwirtschaft, ist das zu seiner Zeit größte Flächennutzungskonzept in Bayern entstanden.

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