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Neuburg

10.01.2018

Das Herzkatheterlabor ist bereit

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Dr. Harald Franck steht hier schon mitten in seiner neuen Wirkungsstätte, dem Herkatheterlabor. Neben ihm: Martina Meixner, Leiterin der Pflege im Bereich Herzkatheter. Auf dieser Liege und mithilfe des Monitors wird Franck in Zukunft seine Patienten behandeln. Es gibt auch einen Aufwachraum mit vier Betten.
Bild: Dorothee Pfaffel

Chef-Kardiologe Dr. Harald Franck hat seinen neuen Arbeitsplatz an den Kliniken St. Elisabeth präsentiert. Wann das drei Millionen Euro teure Labor in Betrieb geht und welche Eingriffe es möglich macht.

Rund 50000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an einem akuten Herzinfarkt, etliche davon in den ersten Stunden nach dem Infarkt. Für die Einwohner von Neuburg und Umgebung ist nun im Ernstfall schnelle Rettung in Sicht. Denn die Kliniken St. Elisabeth verfügen ab sofort über ein Herzkatheterlabor. Anfang Februar, so schätzt der zuständige Chefarzt Dr. Harald Franck, kann es endgültig in Betrieb genommen werden.

Mit der Einrichtung des Herzkatheterlabors, das im Grunde wie ein Operationssaal funktioniert, wird in der Inneren Medizin am Neuburger Krankenhaus neben der Gastroenterologie ein zweiter Schwerpunkt ausgebaut: die Kardiologie. Gekostet habe das Labor rund drei Millionen Euro, sagt Raphael Doderer, Leiter der Stabstelle für Marketing und Kommunikation beim neuen Träger der Kliniken, der KJF (Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg). Die KJF selbst habe eine Million Euro investiert. Doderer: „Wir wollen so die wohnortnahe Versorgung sicherstellen.“

Chefarzt Dr. Franck kündigt an: „Durch das Herzkatheterlabor kann ich nun mit meinem Team sowohl hinsichtlich nicht-invasiver als auch invasiver Maßnahmen das gesamte Spektrum der Kardiologie abdecken. Unser Hauptaugenmerk gilt der Betreuung der Herznotfälle in der Region.“ Zu den Leistungen gehören zum Beispiel Eingriffe an den Herzkranzgefäßen, das Einpflanzen von Schrittmachern, das Verschließen von Defekten an der Herzscheidewand und die Entnahme von Proben aus dem Herzmuskel. Das Herzkatheterlabor dient nicht nur Notfallpatienten, sondern soll auch für präventive Eingriffe genutzt werden.

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Was Francks Team betrifft, so hat er eine Oberärztin gleich aus Ingolstadt mitgebracht: Julia Seiler. Für eine leitende Oberarztstelle läuft gerade noch die Bewerbungsphase. Zwei Fachärzte arbeitet Franck selbst ein. Acht Pflegekräfte stehen den Ärzten in der (nicht-)invasiven Kardiologie zur Seite. Insgesamt arbeiten in der Inneren Medizin der Kliniken St. Elisabeth 18 Ärzte. Ob der Chef-Kardiologe seit seiner Ankunft in Neuburg Anfang April schon einen Zulauf an Patienten bemerke? „Ich habe viel zu tun!“, sagt er. Für Behandlungen im Herzkatheterlabor gebe es sogar schon eine Warteliste.

Bald kann es losgehen. Die Arbeiten sind alle abgeschlossen. Die Geräte wurden gegen Ende des vergangenen Jahres angeliefert. Es fehlten nur noch „lokale Feinabstimmungen“, erklärt Franck, und Abnahmen vonseiten der Behörden. Klinikseelsorger Anton Tischinger hat das Labor Mittwochnachmittag bereits gesegnet. In der ersten Zeit wird es montags bis freitags von 7.30 bis 17 Uhr im Regelbetrieb sein, längerfristig sollen die Zeiten ausgeweitet werden.

Neben dem Herzkatheterlabor gibt es eine weitere Neuerung im Neuburger Krankenhaus: Unter dem Dach der Inneren Medizin wird unter Leitung von Chefarzt Dr. Harald Franck das Leistungsspektrum gebündelt, sodass ab sofort die Fachleute für Herz-, Magen- und Darmerkrankungen sowie Diagnostische Gefäßmedizin und allgemeine internistische Erkrankungen noch enger zusammenarbeiten. Die Gastroenterologie wird unter Joachim Christ weiter stationär ausgebaut und ambulant vernetzt. Christ übernimmt zusätzlich die fachliche Leitung der Gastroenterologie am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Neuburg. Außerdem sollen zwei neue Gastroenterologen ans Krankenhaus kommen.

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