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Eichstätt 

10.07.2019

Das Jura-Museum in Eichstätt ist gerettet 

Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Stiftungsratsvorsitzender Peter Beer, Ministerpräsident Markus Söder, KU-Präsidentin Gabriele Gien sowie Michael Wohner (Regens des Bischöflichen Seminars Eichstätt) beim Festakt zur Übergabe der Trägerschaft für das Eichstätter Jura-Museum an die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. 
Bild: KU Eichstätt / Klenk

Bei einem Festakt übernimmt die Stiftung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Trägerschaft des renommierten Hauses auf der Willibaldsburg. 

Am Mittwoch hat in München die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt die Trägerschaft für das Jura-Museum Eichstätt übernommen. Das teilte die die KU mit. Bayern Ministerpräsident Markus Söder sagte bei einem Festakt in München: „Heute ist ein besonderer Tag, der für Eichstätt, die Region und die bayerische Paläontologie von Bedeutung ist. Das Herz dieser Forschung liegt im Altmühltal“. Das Juramuseum sei dafür seit 1976 ein Aushängeschild und mit jährlich über 6.000 Führungen sowie über 40.000 Besuchern ein Tourismusmagnet, eine Schatzkammer des bayerischen Erbes. Die Zukunft des Museums sei nun „langfristig gesichert“.

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Ministerpräsident Markus Söder: Zukunft des Museums in Eichstätt „langfristig gesichert“

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler erklärte: „Für die Universität bietet das Museum eine weitere Möglichkeit sich zu profilieren und ihr geisteswissenschaftliches und naturwissenschaftliches Profil weiterzuentwickeln.“ Das Jura-Museum sei dafür ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Stiftungsratsvorsitzender Peter Beer fügte hinzu: „Mit der Übernahme der Trägerschaft durch die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt zeigt sich, dass Kirche sich nicht abkapselt, sondern ihren gesellschaftlichen und politischen Aufgaben stellt – von der touristischen Erschließung der Willibaldsburg und der regionalen Entwicklung bis hin zum Verhältnis von Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften“. Er sei froh, dass sich die Kirche in diesen umfassenden Prozess einbringen könne.

Das Jura-Museum in Eichstätt ist gerettet 

KU-Präsidentin Gabriele Gien: Neue Akzente im Museum setzen

Wie KU-Präsidentin Gabriele Gien schilderte, hat sich das Museum seit seiner Gründung auch zu einer internationalen wissenschaftlichen Plattform entwickelt: „Die Universität ist sich ihrer Verantwortung sehr bewusst und bekennt sich mit dem Juramuseum zur Region und zu Bayern. Als Katholische Universität sehen  wir für uns die Chance, neue Akzente im Museum zu setzen.“

Wie berichtet, war in den letzten Monaten unklar, wie es mit dem berühmten Museum weiter geht. Nun werden neben der Stiftung der KU weitere Akteure der Region – das Bischöfliche Seminar St. Willibald, der Landkreis und die Stadt Eichstätt – den Betrieb des Jura-Museums künftig finanziell unterstützen. Außerdem wird das Eichstätter Priesterseminar weiterhin seine naturwissenschaftliche Sammlung zur Verfügung stellen, die den Schwerpunkt der Ausstellung bildet. Um die wissenschaftliche und technische Betreuung der Exponate kümmern sich nach wie vor die Mitarbeiter der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Für den Betrieb des Museums wird im Wesentlichen die KU zuständig sein. Eine Neukonzeption der Ausstellung ist geplant. (nr)

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