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Festakt

10.01.2020

Das Juramuseum hat wieder eröffnet

Freuten sich gemeinsam über die Wiedereröffnung des Jura-Museums (von links): Peter Beer (KU-Stiftungsratsvorsitzender), Gerhard Haszprunar (Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns), Gabriele Gien (Präsidentin der KU), Christina Ifrim (designierte Direktorin des Museums), Stephanie Armer (Geschäftsführerin des Museums) sowie Rolf-Dieter Jungk (Amtschef im Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst).
Foto: Klenk/upd

Nach einer langen Hängepartie hat die Uni Eichstätt die Trägerschaft für das Museum auf der Willibaldsburg übernommen

Ein Jahr lang war das Jura-Museum auf der Eichstätter Willibaldsburg geschlossen, nun können sich dort die Besucher wieder auf eine Zeitreise in die Erdgeschichte begeben. Die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) hat zum Juli dieses Jahres die Trägerschaft der Einrichtung übernommen. „Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass es weitergeht mit diesem Museum und seinen einzigartigen Beständen. Deshalb haben wir beschlossen, mit einer Wiedereröffnung nicht bis zum Abschluss der Burgsanierung in einigen Jahren zu warten“, betonte KU-Präsidentin Gabriele Gien bei der Wiedereröffnung. Während der Schließung des Museums seien wichtige Arbeiten durchgeführt worden, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Stellvertretend für den bayerischen Ministerpräsidenten sowie den bayerischen Wissenschaftsminister kam Rolf-Dieter Jungk zur Eröffnung. „Die Willibaldsburg behält mit dem Museum einen ihrer Hauptanziehungspunkte. Die Ungewissheit hat ein Ende“, betonte Jungk im Rückblick auf die Gespräche zur künftigen Trägerschaft des Museums. Nun könne wieder eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Fossilien in Plattenkalken besichtigt werden.

Als Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns dankte Gerhard Haszprunar allen Beteiligten bei Kirche, Staat und Universität für deren Engagement. „Das Museum ist eine Brücke zwischen Glaube, Wissenschaft und Wissensvermittlung an die breite Öffentlichkeit.“ Für den Träger der Katholischen Universität betonte der Stiftungsratsvorsitzende Peter Beer, dass die Beschäftigung mit der Schöpfung auch zu Sinnfragen führe: „Das Museum ist für uns als Träger ein Gewinn und eine Chance, um Menschen zusammenzuführen.“

Die Sammlung des Museums geht zurück auf das Eichstätter Priesterseminar, das zuletzt auch die Trägerschaft der Einrichtung übernommen hatte. Der Regens des Priesterseminars, Michael Wohner, betonte, dass es weiterhin die Sammlung zur Verfügung stellen und das Museum finanziell unterstützen werde. Den Wert der Sammlung unterstrich der scheidende kommissarische wissenschaftliche Leiter des Museums, Alexander Nützel: „Viele Arten, die wir aus der Zeit vor 150 Millionen Jahren kennen, finden wir nur in den Plattenkalken aus der hiesigen Region. Die Sammlung hat somit eine wissenschaftliche Weltgeltung!“ Zugleich wurde mit Christina Ifrim die neue wissenschaftliche Leiterin vorgestellt, die zum 1. Februar ihr Amt antreten wird, sowie Stephanie Armer als Geschäftsführerin des Museums.

Anlässlich der Wiedereröffnung des Jura-Museums verkündete außerdem der Präsident der Paläontologischen Gesellschaft, Hans Kerb, dass der Urvogel Archaeopteryx von der Fachgesellschaft zum Fossil des Jahres gekürt wurde. Weltweit sind bislang lediglich 14 Exemplare dieses Fossils bekannt, eines davon auf der Willibaldsburg.

Neben dem Eichstätter Exemplar sind anlässlich der Wiedereröffnung derzeit ein weiterer Archaeopteryx und der Urvogel „Alcmonavis poeschli“ als Leihgabe der Staatssammlung für Paläontologie und Geologie zu sehen. Zum Bestand des Jura-Museums gehört außerdem das weltweit einzige Exemplar des Raubdinosauriers Juravenator.

Besonders sehenswert ist unter anderem auch der Aquarienraum mit dem „größten Korallenriff nördlich der Alpen“, das einen besonderen Bezug zu den Versteinerungen herstellt. Denn vor 150 Millionen Jahren war das heutige Bayern überdeckt von einem tropischen Meer mit Atollen und kleinen Inseln. (nr)

Das Juramuseum auf der Willibaldsburg ist künftig immer dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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10.01.2020

ENDLICH !! MAN KONNTE SCHON FAST DARAN ZWEIFELN, DASS DIESE EINMALIGE FOSSILIENSAMMLUNG NIE WIEDER DER ÖFFENTLICHKEIT ZUR VERFÜGUNGEN STEHT, NACHDEM SO EINE VIELZAHL AM INSTITUTIONEN AUS DER VERANTWORTUNG
SCHLICH. DER "Stiftung Katholische Universität Eichstätt" EINEN HERZLICH DANK DAFÜR, DASS WIR SELBST UND UNSERE
BESUCHE NUN WIEDER EICHSTÄTT EINPLANEN KÖNNEN .

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