Newsticker

RKI meldet am Sonntag 14.611 neue Corona-Fälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Das MKK bereichert das Kulturleben der Stadt

Ausstellung

27.11.2017

Das MKK bereichert das Kulturleben der Stadt

Ludwig Wilding hat sich mit der visuellen Wahrnehmung und deren Täuschung beschäftigt.
2 Bilder
Ludwig Wilding hat sich mit der visuellen Wahrnehmung und deren Täuschung beschäftigt.

„Ludwig Wilding – 10 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design“ ist zu sehen bis 25. Februar

Die aktuelle Ausstellung „Ludwig Wilding. Jubiläumsausstellung zum 90sten Geburtstag“ im MKK bildet das Ende der Jubiläumsaktivitäten „10 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt“. Das ist folgerichtig, denn mit der bedeutenden und großherzigen Gründungsstiftung des Ehepaares Inge und Ludwig Wilding konnte das Erfolgsprojekt im Jahre 2007 ins Leben gerufen werden, wie sich Kulturreferent Gabriel Engert anlässlich der sehr gut besuchten Ausstellungseröffnung freute.

Seither konnten Werke von 16 weiteren Künstlerinnen und Künstlern in die Stiftung aufgenommen werden, die diese selbst oder deren Erben zur Verfügung stellten. Die Stiftung für Konkrete Kunst hat sich an 24 Ausstellungen des Museums beteiligt, 15 Stiftungskataloge sind erschienen, drei Sondereditionen wurden herausgegeben und acht Art&Beat-Partys veranstaltet. Außerdem kann die Stiftung mittlerweile 7000 Werke ihr eigen nennen – eine wahre Erfolgsgeschichte und eine echte Bereicherung für das Kulturleben der Stadt.

Nicht denkbar wäre das alles ohne das Ehepaar Wilding und ohne die aktive Beteiligung und Unterstützung von Audi ArtExperience, vertreten durch Inge Wolf-Frör. Die Besucher des MKK haben bis zum 25. Februar 2018 die Gelegenheit, in das faszinierende Werk des 2010 verstorbenen Künstlers Ludwig Wilding einzutauchen. Mehr als 30 Werke aus mehr als vier Jahrzehnten ziehen im Erdgeschoss des Museums für Konkrete Kunst Besucher jeden Alters in ihren Bann. Wilding hat sich zeitlebens mit der visuellen Wahrnehmung beziehungsweise deren Täuschung beschäftigt. Seine, der Stiftung und dem Museum spürbar verbundene, Witwe Inge Wilding hat die ausgestellten Arbeiten ihrer eigenen Sammlung entnommen und ist auch für die chronologische Hängung verantwortlich, die die spannende Entwicklung des Künstlers anschaulich verdeutlicht. Aus dem Textildesign stammend, hat Wilding bereits in den 60er-Jahren Arbeiten geschaffen, die eine Illusion vermitteln und, obwohl sie zweidimensional sind, Räumlichkeit vortäuschen. Den Betrachter kann das überaus verwirren, aber auch hochgradig faszinieren. Die etwas später entworfenen, scheinkinetischen Arbeiten entstehen durch das Übereinanderlagern von unterschiedlichen Rastern und durch die Bewegung des Betrachtenden. Alles scheint zu flirren, sich auf und ab oder hin und her zu bewegen. Hier weiß man nicht „was vorne oder hinten“ ist, wie Museumsdirektorin Dr. Simone Schimpf bemerkte. Eine ähnliche Beobachtung kann man auch bei den paradoxen Körpern des Künstlers machen. Ludwig Wildings Arbeiten führen auf höchst vergnügliche Art und Weise vor, dass man der eigenen Wahrnehmung nicht trauen sollte. Dieses Vergnügen können sich die Besucher des Museums bis zum 25. Februar gönnen, gleichzeitig ist in den beiden Obergeschossen noch die Ausstellung „Funke-Fengel“ zu sehen. (elb)

Tränktorstraße 6-8, Ingolstadt, Öffnungszeiten Di. bis So. von 10 bis 17 Uhr; weitere Infos unter www.skkd-ingolstadt.de.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren