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Schrobenhausen

21.11.2019

Das Pflegschloss öffnet seine Pforten

Hereinspaziert: Der Soziale Weihnachtsmarkt im Schrobenhausener Pflegschloss lädt ab 29. November wieder drei Tage lang zu einem stimmungsvollen Bummel ein.
Foto: Verkehrsverein Schrobenhausen

Der Star unter den Adventsmärkten in Schrobenhausen ist der Soziale Weihnachtsmarkt. Ausrichter ist der Verkehrsverein. Die 1. Vorsitzende Manuela Kreitmair erzählt, was so besonders daran ist.

Wenn es dämmrig wird, beginnt für Manuela Kreitmair die schönste Zeit innerhalb der Mauern des Schrobenhausener Pflegschlosses. Der Drehorgelmann leiert und die Städtische Musikschule Schrobenhausen spielt weihnachtliche Weisen, dazu gibt’s Glühwein und die original Schrobenhausener Bratwurst. All das gibt es wieder am ersten Adventswochenende, wenn der Soziale Weihnachtsmarkt in der städtischen Galerie im Pflegschloss seine Pforten öffnet.

Ausrichter der Caritativmesse ist der Verkehrsverein Schrobenhausener Land um die 1. Vorsitzende Manuela Kreitmair. Zusammen mit den Mitstreitern aus Vorstand und Beirat, insgesamt knapp 30 Personen, kümmert sie sich um Vorbereitung und Organisation, beim Aufbau ist der städtische Bauhof mit von der Partie, was die Sache enorm erleichtere. „Schon die Stromversorgung ist immer ein riesen Act, ein Vorstandskollege kümmert sich drum. Bis jetzt kommen wir immer ohne Stromaggregat aus. Das ist möglich, weil wir viel mit Gas machen“, sagt Kreitmair.

Heuer steigt die 43. Auflage im Pflegschloss

Die 58-Jährige ist fast seit Anfang an dabei. 1977 wurde der Verkehrsverein gegründet und im selben Jahr feierte der Weihnachtsmarkt Premiere. Schon zwei Jahre später stieg die gebürtige Mühlriederin ein. „Damals habe ich eine Ausbildung in Schrobenhausen begonnen. Mein Chef war beim Verkehrsverein und so bin ich auch dazu gekommen“, blickt sie zurück. Heuer werden die Besucher zum 43. Mal stimmungsvolle und besinnliche Stunden beim Sozialen Weihnachtsmarkt im Pflegschloss erleben. Doch bis zum Selbstläufer war es ein langer Weg.

Bei ihr laufen die Fäden zusammen: Manuela Kreitmair, 1. Vorsitzende des Verkehrsvereins
Foto: Norbert Eibel

In den Anfangsjahren waren die Weihnachtsbuden über die ganze Innenstadt verteilt. In den 90er Jahren etablierte dann die Werbegemeinschaft den zweiten Markt in der Stadt, den heute von Stadtmarketing veranstalteten Christkindlmarkt. Zunächst legte man den sozialen und den gewerblichen Markt zusammen. Das habe aber nicht gut funktioniert, erinnert sich Manuela Kreitmair. „Wir sind dann hinters Rathaus in die Straße „Im Tal“ gezogen. Aber da war es immer düster, das hat sich angefühlt wie 2. Klasse.“ Die Glas-Künstlerin Brigitte Schuster hatte schließlich vor 15 Jahren die zündende Idee mit dem Pflegschloss. Zusammen mit anderen Künstlern organisiert sie seitdem eine Ausstellung im Museum und darum herum lockt der Weihnachtsmarkt. Manuela Kreitmair: „Diese Kombination hat sich seitdem sehr gut bewährt. Wenn’s die Leute friert, gehen sie ins Museum.“

Im Pflegschloss werden mehrere tausend Besucher erwartet

Der Lohn ist eine Schar treuer Fans aus Schrobenhausen und darüber hinaus. An den drei Tagen werden wieder rund 3000 Besucher erwartet. 28 Stände warten auf sie, an denen neben Kulinarischem und Getränken auch Kunsthandwerk und Selbstgebasteltes angeboten wird. Die Einnahmen der drei Tage fließen in die Vereine, die sich beteiligen. „Privatpersonen spenden das Geld“, versichert die Vorsitzende. „Das Schönste aber“, schwärmt sie, „ist die Atmosphäre. Ich fahre nie auf andere Christkindlmärkte, denn bei uns ist es wunderbar.“

Auf die Besucher warten neben dem Budenzauber im Innenhof auch ein Kulturprogramm im Heimatmuseum und das Sonntagsforum am 1. Dezember. Dr. Mai Lin Tjao-Bonatz spricht über „Wrackfunde: ein Zeitfenster in die Vergangenheit“.
Foto: Verkehrsverein Schrobenhausen

Sie selbst steht auch in einer Bude, unterstützt von ihren Vorstands- und Beiratskollegen. Und dort serviert die Weihnachtsmarkt-Chefin den Renner – besagte Schrobenhausener Bratwurst. „Meine Kollegen Toni Bayerstorfer und Werner Königer, selbst ein Metzger, haben die kreiert. Die Wurst wird über Holzkohle gegrillt, die dunklen Semmeln macht der hiesige Bäcker Seitz. Es gibt Besucher, die freuen sich das ganze Jahr drauf und kommen nur wegen der Bratwurst“, schmunzelt Manuela Kreitmair.

Geöffnet Der Soziale Weihnachtsmarkt im Pflegschloss dauert von Freitag, 29. November, bis Sonntag, 1. Dezember. Öffnungszeiten sind am Freitag von 18 bis 22 Uhr, am Samstag von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 19 Uhr. Das kulturelle Sonntagsforum findet am 1. Dezember um 10.30 Uhr im Konzertsaal der Maria-Ward-Schule statt.

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