1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Das ändert sich im Landkreis zum neuen Schuljahr

Neuburg-Schrobenhausen

09.09.2019

Das ändert sich im Landkreis zum neuen Schuljahr

Für gut 900 Schüler geht es am Dienstag zum ersten mal in die Schule.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

909 Schüler machen sich zum ersten Mal auf den Weg ins Klassenzimmer. Was an den Grund- und Mittelschulen los ist und wie sich der Lehrermangel auswirkt.

Wer kann sich nicht mehr an seinen ersten Schultag erinnern? Voller Stolz trug man nicht nur den viel zu großen Ranzen auf dem Rücken, sondern auch die prall gefüllte Schultüte in den Händen. Um vom Ernst des Lebens, der ja angeblich mit dem Schulstart beginnt, war erst einmal nichts zu spüren.

Wenn am Dienstag wieder die Schule beginnt, endet für das Staatliche Schulamt Neuburg-Schrobenhausen ein Planungsmarathon. Immerhin galt es, 25 Grund- und Mittelschulen im Landkreis zu versorgen – und das, obwohl Schulamtsdirektorin Ilse Stork derzeit die Geschicke alleine leitet. Schulrat Klaus Sternen ist aus persönlichen Gründen nach Passau gewechselt, der Nachfolger ist noch nicht da.

Wenigstens die ersten Zahlen des neuen Schuljahres sind erfreulich, betont Stork: „Wir haben insgesamt 5056 Schüler, Tendenz steigend.“ Im vergangenen Jahr waren es noch knapp 5000. Immerhin 909 Schüler betreten zum ersten Mal ein Schulhaus. „Das ist zwar ein leichter Rückgang, der Einschulungskorridor hat uns aber nicht so getroffen wie befürchtet“, sagt Stork. Insgesamt sei eine gute Entwicklung im Bereich der Grund- und ein moderater Rückgang im Bereich der Mittelschulen zu verzeichnen. Die Klassenstärke beläuft sich auf Werte zwischen 21 und 22 Schülern im Schnitt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Schulbeginn im Landkreis: Einige personelle Wechsel

In aller Munde ist derzeit der Lehrermangel. Für die 25 Schulen im Landkreis findet im kommenden Schuljahr jedoch eine budgetgerechte Versorgung statt. „Es gibt sogar Arbeitsgemeinschaften, die über den Pflichtunterricht hinausgehen“, sagt Stork. Zudem stehen 32 Grund- und Mittelschullehrkräfte sowie vier Fachlehrer als mobile Reserve zur Verfügung. „Wie lange die reicht, hängt auch von der ersten Krankheitswelle im Herbst ab.“

Neben 48 neuen Lehrkräften im Landkreis gibt es auch einige Wechsel bei (Kon-)Rektorstellen. Neue Schulleiter sind: Bernd Hälbig an der Bischof-Sailer-Grund- und Mittelschule Aresing (vorher Konrektor in Karlshuld), Andrea Koch an der Franziska-Umfahrer-Grundschule in Schrobenhausen (zuvor Rektorin an der Grundschule Oberhausen), Nicole Freundl an der Grundschule Mühlried (zuvor Aresing) und Beatrice Adler an der Grundschule Waidhofen (zuvor Konrektorin in Königsmoos). Die Grundschule in Königsmoos sowie die Grund- und Mittelschule in Burgheim freuen sich mit Birgit Holzbrecher und Petra Brönner zudem auf zwei neue Konrektorinnen. „Durch das Karussell sind noch die Schulleiterstelle in Oberhausen und die Konrektorstelle in Karlshuld unbesetzt“, erklärt Stork.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: Angebote beim Thema Inklusion

Aufgrund des großen Bedarfs an Mittelschullehrern müssen auch in diesem Jahr zwei Gymnasiallehrer dort aushelfen. Zum ersten Mal sind in diesem Schuljahr sogar Grundschullehrer an den Mittelschulen tätig, allerdings nur in geringem Umfang.

Konstanz gibt es beim Thema Inklusion: Die Kooperationsklassen an der Grundschule Neuburg-Ost und der Mittelschule Neuburg werden weitergeführt. Dazu gibt es eine flexible Trainingsklasse in Karlshuld für Kinder mit einer emotional-sozialen Beeinträchtigung. Ebenfalls weitergeführt werden die Deutschklassen, deren Trägerschaft auch weiterhin der Landkreis übernimmt, die Partnerklasse an der Grundschule Neuburg-Ost sowie die Hospitationsreihe für Lehrer in Neuburg und Aresing. Dort können Grundschullehrer den Unterricht mit Inklusionskindern besuchen. „Das Ganze findet am Vormittag statt, die Lehrer werden in der Zeit also vertreten: ein Kraftakt, von dem man aber profitiert“, sagt Stork.

Termine für das Schuljahr 2020/2021 stehen fest

Seit dem vergangenen Schuljahr gibt es eine Förderstelle für Rechenschwäche. Anlaufstelle sind die Schulpsychologinnen Brigitte Reißner-Poperl und Elena Schneider, die nun auch Präsenzzeiten am Schulamt haben.

Obwohl das Schuljahr erst begonnen hat, gibt es schon jetzt Termine für das nächste Schuljahr: Die Schuleinschreibung findet bereits im März statt, die verbindliche Meldung der Eltern muss bis 10. April erfolgen. Bis dahin soll dann auch das Schulamt wieder voll besetzt sein.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren