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Soziales in Neuburg

22.07.2020

Das ist das neue Angebot des Hospizvereins

70 ehrenamtliche Hospizbegleiter engagieren sich beim Hospizverein Neuburg-Schrobenhausen.
Bild: Elisa Glöckner

Beim Stammtisch „TOD.SICHER“ des Hospizvereins Neuburg-Schrobenhausen können sich Menschen zwanglos über den Tod und das Sterben unterhalten. Woher stammt die Inspiration dafür?

Es ist kurz vor zwölf, seine Lebenszeit neigt sich dem Ende – der Mensch, er stirbt. Um genau das darzustellen, ist eine Uhr auf der Einladung des Hospizvereins Neuburg-Schrobenhausen zum neuen Stammtisch zu sehen. „Weil man nie weiß, wie lange es noch dauert“, sagt Koordinatorin Claudia Heinrich. Nun soll das Angebot starten.

Das Format gefiel den Koordinatorinnen des Vereins gut

Die Inspiration dazu kam den Verantwortlichen bei einem Symposium zum Thema „Letzte Hilfe“. Dabei, erzählt die 54-jährige Palliativcare-Fachkraft, sei auch das Konzept eines solchen Stammtischs vorgestellt worden. Das Format gefiel den Koordinatorinnen gut – und zwar so gut, dass sie ihn auch für Neuburg und den Landkreis einrichten wollten.

Am Freitag, 31. Juli, können von 18 bis 20 Uhr erstmals Menschen im Neuburger Café Wort.Schatz zusammenkommen, um sich „ungezwungen“ über den Tod und das Sterben bei Bier, Wein und Spezi auszutauschen. Interessierte können Fragen stellen, Betroffene zuhören. „Kommen kann wirklich jeder.“

Denn es sei zwar besser geworden, doch werde das Thema Tod immer noch mit einem Tabu belastet, erklärt Claudia Heinrich. Dabei wisse jeder, dass es irgendwann so weit kommen werde. „Die Corona-Zeit hat wieder sehr deutlich gemacht, dass die Ängste in der Bevölkerung da sind, schnell krank zu werden und zu sterben.“ Ängste, die reflektiert, behandelt, angesprochen werden müssten. Beim Stammtisch „TOD.SICHER“ soll jeder Einzelne die Gelegenheit dazu bekommen. Und sollte das Angebot Zuspruch finden, könnte das Treffen auch monatlich stattfinden.


Der Hospizverein existiert seit 23 Jahren in Neuburg, 2014 kam die Hospizgruppe Schrobenhausen dazu. Der Verein mit 70 ehrenamtlichen Hospizbegleitern bietet im gesamten Landkreis Sterbebegleitung in stationären Einrichtungen und zuhause an. Er übernimmt Trauerbegleitung, stellt Berater für Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, organisiert „Letzte Hilfe“-Kurse. Um auch Kindern die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Bereich pädagogisch und spielerisch zu befassen, bietet er die Aktion „Hospiz macht Schule“ an. Die Koordination des Vereins übernehmen Claudia Heinrich, Anita Arndt und Helga Grundwald gemeinschaftlich.

Das sind die Termine für den Stammtisch des Hospizvereins

Der Stammtisch „TOD.SICHER“ findet am 31. Juli, 25. September und 27. November jeweils von 18 bis 20 Uhr im Café Wort.Schatz statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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