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Spahn mit Corona infiziert - Kabinett muss nicht in Quarantäne

Das ist schon gewagt

Kommentar Von Elena Winterhalter
08.10.2020

Plus Weihnachten ohne Weihnachtsmärkte – das ist keine schöne Vorstellung. Weihnachten in der Quarantäne, ohne Familie, ohne Bescherung, ohne Weihnachtsessen – das ist gruselig.

Die vergangenen Monate, in denen wir uns als Gesellschaft um die Krise, Infektionszahlen und Virologen drehten, haben gezeigt: Das Gros der Gesellschaft hat den Schuss gehört und kann verantwortlich handeln. Wir können uns an Beschränkungen, Abstände und Maskenpflicht halten. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass sich jeder Einzelne noch so streng an Hygienekonzepte halten kann. Wirkung zeigt das Ganze nur, wenn das Umfeld ebenso verantwortungsvoll handelt. Man braucht nur die Zeitung aufschlagen, um festzustellen, dass das nicht die Realität ist. Besonders, wenn Alkohol im Spiel ist, schrumpfen 1,5 Meter Sicherheitsabstand schnell auf Tuchfühlung und Masken sind da auch eher hinderlich.

Getümmel am Glühweinstand löst Unbehagen aus

Spaß, Besinnlichkeit und Weihnachtsstimmung muss es geben – trotz und gerade wegen Corona. Wir haben uns nach diesem Ausnahme-Jahr eine besonders schöne Weihnachtszeit verdient. Aber die Vorstellung von Gruppen, die sich am Glühweinausschank tummeln und die Tüte mit gebrannten Mandeln herumreichen, während man den Aerosolen in Form von weißen Atemwolken beim Ausbreiten zuschauen kann, löst bei mir eher Unbehagen aus. Und Weihnachtsmarkt mit Maske, also ohne Naschen, Schlemmen und eben auch ohne Glühwein ist eben auch nicht das Wahre. Es ist und bleibt verzwickt. Vielleicht schaffen wir es ja, dass es mit Abstand die schönste Weihnachtszeit seit langem wird. Verdient hätten wir’s.

Lesen Sie dazu auch den Artikel Bald wird es wieder weihnachtlich in Neuburg und Ingolstadt

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