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Neuburg

24.01.2020

Das neue Kinderhaus nimmt Formen an

Zimmerer Joachim Klein und Polier Mauro Polina begingen den Hebauf gemeinsam mit Gästen und Vertretern der Stadt.
Bild: Christof Paulus

112 Kinder sollen in den neuen Kindergarten im Neuburg ziehen. Der Platzbedarf wächst weiter.

Auch Neuburg spürt den demografischen Wandel, nur anders als viele andere Regionen Deutschlands. Denn während dort die Menschen weniger werden und vor allem junge Bürger fehlen, wächst Neuburg immer weiter. Damit steigt auch der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen. Einen Schritt näher daran, diesen zu stillen, ist die Stadt im kommenden Januar. Dann soll in der Nähe der Stadtwerke in Heinrichsheim das „Kinderhaus der Zukunft“ eröffnen und Platz für 112 Kinder bieten.

Begonnen hatten die Arbeiten im vergangenen Sommer, am Donnerstag feierten Vertreter der Stadt, der Stadtwerke und vom Trägerverein Frühförderung Richtfest auf der Baustelle. In dem Haus sollen sechs Gruppen unterkommen, die flexibel getauscht werden können. Im Klartext heißt das: Ausgelegt ist das Kinderhaus auf drei Kindergarten- und drei Krippengruppen. Sollte es jedoch mehr Bedarf nach Krippen als nach Kindergartenplätzen geben, könnten die Gruppen anders aufgeteilt werden. Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren sollen in der Einrichtung ganztags betreut werden.

Stadtwerke Neuburg profitieren von neuem Kindergarten in Heinrichsheim

Mit 4,4 Millionen Euro sind die Kosten für den Bau des Gebäudes veranschlagt. Rund die Hälfte davon zahlt die Stadt, die andere Hälfte der Freistaat. Die Nutzfläche des Gebäudes ist etwa so groß wie fünf Tennisplätze, sie liegt durch Stadtwerke und Wald von der Grünauer Straße abgetrennt im Grünen. Wenige Meter entfernt sollen bald neue Wohnungen entstehen, für Familien mit Kindern in diesem Baugebiet hat die Einrichtung eine günstige Lage. Und auch die Stadtwerke können davon profitieren. „Wir wollen beispielsweise Eltern tagsüber die Möglichkeit geben, bei uns zu arbeiten. Nachmittags könnten wir die Einrichtung mit Energiethemen unterstützen“, sagte Werksleiter Richard Kuttenreich beim Spatenstich im Juli. „Wir haben dem Projekt also nicht ganz uneigennützig zugestimmt.“ Ein Jahr vor dem anvisierten Ende des Vorhabens liegt der Bau im Zeitplan, die Kinder sollen wie geplant einziehen können.

Anfangs hätte das Gebäude so konstruiert werden sollen, dass es bei Bedarf um ein zweites Stockwerk erweitert werden könnte. Das hat sich aber inzwischen zerschlagen. Behoben ist der Engpass an Krippen- und Kindergartenplätzen mit dem neuen Haus bei den Stadtwerken freilich noch nicht. Zwar gibt es in Neuburg dann gut 1000 Kindergarten- und 200 Krippenplätze in insgesamt 18 Einrichtungen. Doch Neuburg wächst – und damit auch die Bedürfnisse der jüngsten Einwohner. Der Landtagsabgeordnete Matthias Enghuber nannte dies eine „Herausforderung“, auch wenn ihn die Entwicklung Neuburgs freue. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling sagt, die Stadt sei deshalb aktuell in Gesprächen mit dem Bayerischen Roten Kreuz. Dieses plane eine Container-Kinderkrippe am Seniorenzentrum als Ersatz für die Einrichtung, die sich noch in der Amalienstraße befindet. Denkbar sei zudem zukünftig ein Mehrgenerationenhaus mit Kinderbetreuung an gleichem Platz. (mit klu-)

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