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30.07.2010

Den Spitzenplatz in Deutschland ausgebaut

Ingolstadt/Neuburg Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in der Region 10 setzte sich auch im Juli fort. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken und liegt im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Ingolstadt nun bei 2,6 Prozent. Damit wurde der Spitzenplatz in Deutschland ausgebaut. Auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Zahl der Erwerbslosen noch einmal um 44 Personen auf aktuell 2,2 Prozent gesunken.

Dass die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Juli trotz des saisonal bedingten Anstiegs der Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren (plus 150) um 131 gesunken ist, belegt laut Rolf Zöllner, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, das Erstarken der konjunkturellen Kräfte.

6635 Menschen waren Ende Juli arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um knapp 1000 oder fast 13 Prozent. Die aktuelle Arbeitslosenquote pendelt sich bei 2,6 Prozent ein (Vormonat: 2,7 Prozent, Juli 2009: 3,1 Prozent). Das ist deutschlandweit absolute Spitze.

"Auch wenn es uns gelang, die Zahl der älteren arbeitslosen Menschen über 55 Jahre im Juli leicht zu senken (minus 2,6 Prozent), profitieren Ältere, Schwerbehinderte und Langzeitarbeitslose sowie Frauen noch wenig vom konjunkturellen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt", so der Agenturchef weiter. Hier liege noch unerschlossenes Potential für den Bedarf nach Arbeitskräften. Potential schon insofern, weil der überwiegende Teil dieser Arbeitslosen eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen könne.

Mit dem Empfang der Jahreszeugnisse beginnt der Endspurt auf dem diesjährigen Ausbildungsmarkt. Augenblicklich kommen auf 708 unversorgte Bewerber noch 635 unbesetzte Ausbildungsstellen. Auch wenn sich diese Relation im Vorjahresvergleich verbessert habe - 151 unversorgte Bewerber weniger, 15 unbesetzte Ausbildungsplätze mehr -, sei es dennoch notwendig, dass weitere Lehrstellen angeboten werden. "Gerade wenn jetzt die Ökonomen über einen 'Super-Aufschwung´ jubeln, müssen wir darauf aufpassen, dass ein Fachkräftemangel den Aufschwung nicht bremst", warnt Zöllner. (nr)

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