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Der Barthelmarkt-Montag: Gib deinem Leben einen Gin

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Kommentar Von Christof Paulus
26.08.2019

Schon in der Früh stürmten die Gäste am Montag die Zelte beim Barthelmarkt. Nur eines kann sie so früh zum Aufstehen bringen: Das Leben.

Mitten in der Nacht kreuzen die Ersten vorm Festzelt auf, an einem Montag, wenn halb Deutschland vor lauter Frust über das Ende des Wochenendes von Alpträumen geplagt ist. Zu quälender Stunde prügeln sie sich aus dem Bett, fahren zum Barthelmarkt nach Oberstimm und wollen um sechs Uhr in der Früh ins Zelt – und wozu? Für Bier. Nicht nur eines – sondern literweise. Und das mit Recht.

Denn wie anders soll man die Welt im Jahr 2019 noch ertragen, wenn nicht betrunken? Der Präsident der USA sagt einen Staatsbesuch ab, weil ihm die Dänen Grönland nicht verkaufen wollen. Der deutsche Fußballmeister kommt 2020 vielleicht nicht mehr aus Bayern. Die AfD könnte stärkste Kraft in Sachsen werden und der Wendler flimmert immer noch regelmäßig über den Fernsehschirm.

Trinken auf dem Barthelmarkt, um zu vergessen

Und kaum ist man im Bierzelt, um das zu vergessen, geht es weiter: Im Kampf um den besten Tisch schlägt einem der Hobbyboxer aus dem Nachbarort eine blutige Nase und zwei Zähne aus. Die Band auf der Bühne spielt zum fünften Mal Helene Fischer. Der Typ auf der Bank hinter einem hat eine solche Fahne, dass einem schlecht wird.

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Das alles ist nüchtern nicht zu ertragen. Erst ab fünf Maß Bier oder drei Gin Tonic macht das Leben wieder einen Sinn. Höchstens eines kann den Tag noch retten: Sich abschotten, nicht raus gehen. Schon gar nicht mitten in der Nacht in ein brechend volles Bierzelt. Einfach im Bett liegen bleiben, träumen, und ausschlafen. Dann kann selbst Till Schweiger gerne noch einen Film drehen.

Hier können Sie lesen, wie die Gäste in der Früh auf dem Barthelmarkt feierten.

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