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29.06.2009

Der Hof feiert unverdrossen

Neuburg (tb) - Trommeln im Torgang, Fanfaren von der Empore: Das heitere Tanzspiel im Schlosshof beginnt. Ist die Katz' aus dem Haus, tanzen die Mäuse über Tisch und Bänke. Ottheinrich ist nach Krakau unterwegs um einen Ausweg aus der Finanzkrise zu suchen - vergeblich, wie wir heute wissen - doch der Hof feiert unverdrossen, geborgt ist eben später bezahlt, von wem auch immer. "Alles dreht sich mit diesen Zahlen, immer schneller und immer schneller."

Feinschmecker gab es schon zu Ottheinrichs Zeiten

Gleichwohl: "Es ist angerichtet." Vom Feinsten selbstredend. Feinschmecker gab's schon zu Ottheinrichs Zeiten im Neuburger Schloss, teuer war's auch damals schon auf Steuerschuldners Kosten. Was tun, wenn der Rotwein zu Ende geht? Wasser dazu und als besonders feinen leichten Tropfen verkaufen: Marketing für Anfänger! Dazu kann man immer noch einen Narren engagieren. Immerhin ein erster Schritt - wenn der mal nicht in die Irre führt.

Begleitet von Fanfaren, Fahnenschwingern, Jagdhornbläsern und Hofmusik trifft alsbald die Hofgesellschaft ein. Sie lässt sich die Jagdstrecke vorführen, um sodann zu einer ersten Pavane das Tanzbein zu bewegen, gesetzten Schrittes freilich, des Standes, der Schönheit, der Herrschaft bewusst, elegant und nach neuester Mode der Renaissance, wenn auch von geborgtem Reichtum lebend.

Auch damals schon regnete es da so manchem in die Suppe, vielleicht überbrückten auch zu Ottheinrichs Zeiten die Feuerspucker erzwungene Pausen. Noch eine Volta des Hofstaates und ein fulminanter Auftritt der Moriskentänzer: "Mit der Zeyt" wird alles gut. Das Schicksal hält sein Rad nie still" und lüftet schließlich auch das Geheimnis des Narren. Happy End im Schlosshof! Wie auch anders war es doch die gute alte Zeyt!

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