Newsticker

Biontech und Pfizer: Großbritannien lässt Corona-Impfstoff zu
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Der Lenbachsaal im Exil

21.02.2018

Der Lenbachsaal im Exil

Ausstellung im Lenbachmuseum

Das Lenbachmuseum zeigt ab kommenden Sonntag, 25. Februar, eine Sonderausstellung zur Geschichte des Lenbachsaals in Schrobenhausen, die mit einem Besuch Franz von Lenbachs in seiner Heimatstadt im Jahr 1897 begann.

Ab 1898 wirkte Lenbach an der Umgestaltung des Großen Saales im Rathaus mit. Zusammen mit dem Münchner Architekten Gabriel von Seidl schufen sie ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. 1967 verschwand der Saal mit Abbruch des alten Rathauses. Zwar wurden die Innenverkleidung und die Ausstattung des einstigen Festsaals abgebaut und aufbewahrt, aber nicht mehr in den Neubau von 1970 integriert.

Der neue „Lenbachsaal“ war schlicht – nur die Lenbach-Gemälde und der Kachelofen zierten weiterhin den Raum. Wand- und Deckenverkleidungen sind heute nicht mehr auffindbar, der mächtige Eichentisch mit zugehörigen Stühlen steht im Trauungssaal des Standesamtes. Deckenleuchter, Ofengitter und Ratskannen sind im Museumsdepot.

Das neue Schrobenhausener Rathaus, ein Gebäude aus den 19070er Jahren, steht seit kurzem unter Denkmalschutz und wird in den nächsten Jahren saniert. Grund dafür sind nicht ausreichender Brandschutz, formaldehydbelastete Einbauten aus der Erbauungszeit sowie die Notwendigkeit einer neuen Raumaufteilung für die Verwaltung. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde das Gebäude geräumt und auch der Lenbachsaal ist mitsamt seinen Ausstattungsstücken wieder einmal ausgelagert. Dass die Gemälde nicht jahrelang in Depots liegen und damit der Öffentlichkeit vorenthalten werden, ist ein Teil der Bildnisse in einer Sonderausstellung im Lenbachmuseum zu sehen. Neben den Lenbach-Porträts, die den einstigen Festsaal im Rathaus schmückten, sind einige Textdokumente ausgestellt, die Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Saales geben.

Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 25. Februar, um 14 Uhr im Lenbachmuseum. Die Ausstellung dauert bis 28. Januar 2019 und ist geöffnet: Mai und Juni, täglich von 10 bis 17 Uhr, von Juli bis April, Mittwoch, Samstag, Sonntag, von 14 bis 16 Uhr, für Gruppen auch außerhalb dieser regulären Öffnungszeiten nach Vereinbarung unter Telefon 08252/90237 oder -90214. (nr)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren