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Kultur

21.12.2015

Der Meister und seine Stradivari

Der Star des Abends: Geiger Benjamin Schmid.
Bild: Stefan Sauer/Audi

Benjamin Schmid und die Georgier spielen aus den „Vier Jahreszeiten“

Das Audi Weihnachtskonzert – diesmal mit dem Geiger Benjamin Schmid – ist der traditionelle Ausklang des Kulturjahres am Audi-Forum. In den Genuss ganz besonderer Hörerlebnisse mit dem österreichischen Geiger Benjamin Schmid und mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt unter der Leitung von Ruben Gazarian gelangten die Gäste des Weihnachtskonzertes 2015.

Der Abend war den „Vier Jahreszeiten“ gewidmet. Das Programm nahm die begeisterten Konzertgäste mit auf eine weite, inspirierende Reise durch Raum und Zeit, beginnend mit Vivaldis bekannten „Le Quattro Stagioni“ über Tschaikowskys „Die Jahreszeiten op 37a“ bis zu Astor Piazzollas temperamentvollen „Las Cuatro Estraciones Portenas“. Vom Spätbarock über die Romantik bis zum Tango Nuevo, von Venedig über St. Petersburg bis nach Buenos Aires gelangten die ergriffenen Zuhörer auf höchstem musikalischem Niveau.

Dabei setzte Benjamin Schmid mit seiner Stradivari Akzente von flirrender Musikalität und extremer Spannung. Der Wechsel der Jahreszeiten, Kälte, Hitze, ja gar Sturm und Schatten erhielten neue Gestalten. In Vivaldis bilderreichen Kompositionen sah man Vögel fliegen oder spürte die Mattigkeit des drückenden Sommers. Die Georgier unter der Leitung von Ruben Gazarian begleiteten nicht nur lebhaft das lichterfüllte Geigenspiel Benjamin Schmids, sondern verhalfen den Zuhörern in ihrer orchestralen Aufführung von vier Monaten aus Tschaikowskys Zyklus, denen jeweils kurze Gedichtzeilen vorangestellt waren, zu einem ganz besonders seltenen Moment klassischer Musik. Einen glanzvollen Abschluss des inspirierenden Abends boten Astor Piazzollas Vier Jahreszeiten. Unterschiedlichste Gefühle und Empfindungen - in epischer Breite oder rhapsodischem Wechsel - ließen eine dichte Atmosphäre entstehen.

Zu Beginn des Konzerts bot Kulturchef Sebastian Wieser von Audi einen Rückblick auf das abgelaufene Kulturjahr mit unter anderem 37000 Besuchern der 25. Audi-Sommerkonzerte, auf die etablierten Open-Air-Klassik-Konzerte im Klenze-Park oder auf das Werkhallenkonzert mit dem London Symphonie Orchestra unter der Leitung von Kent Nagano. Gleichzeitig wurde auch ein kleiner Ausblick auf zukünftige Kulturaktivitäten gewährt. So gastiert die Akademie für Alte Musik Berlin mit der Audi Jugendchorakademie am 17. Januar im Herkulessaal München und bringt Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll zur Aufführung.

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