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Neujahrsempfang

14.01.2020

Der OB wünscht sich Goldene Zwanziger

Erst Schlange stehen beim Defilee und dem Oberbürgermeister die Hand schütteln, dann der Rede des Stadtoberhaupts lauschen: Rund 1400 geladene Gäste sind gestern zum Neujahrsempfang ins Theater gekommen.
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Erst Schlange stehen beim Defilee und dem Oberbürgermeister die Hand schütteln, dann der Rede des Stadtoberhaupts lauschen: Rund 1400 geladene Gäste sind gestern zum Neujahrsempfang ins Theater gekommen.

Die Rede von Christian Lösel stand am Montagabend ganz im Zeichen des Aufbruchs. In den Mittelpunkt stellte er die Themen Wirtschaft und Naturschutz

Gut eineinhalb Stunden dauert es in jedem Jahr, bis der Oberbürgermeister jede Hand geschüttelt hat. Immerhin waren auch am Montag wieder knapp 1400 geladene Gäste ins Ingolstädter Stadttheater gekommen, um Lösel zunächst beim Defilee im Theater-Foyer ein gutes neues Jahr zu wünschen und dann zu hören, welche Vision das Stadtoberhaupt mitten im Wahlkampf von der Stadt zeichnet. Der OB jedenfalls träumte beim traditionellen Neujahrsempfang von den „Goldenen Zwanzigern“ in Ingolstadt.

Zwei Punkte sind für ihn dabei von besonderer Bedeutung, damit dies gelingen könne: die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Naturschutz. „Denn uns trifft die volle Wucht des technologischen Umbruchs und des Klimawandels“, so Lösel. Und so haben Fridays for Future und die Automobilkrise auch in seiner Rede ihre Spuren hinterlassen. Die Ansprache stand unter dem Titel „Gemeinsam Ingolstadt erneuern – vom Umbruch zum Aufbruch. „Audi ist für Bayern systemrelevant“, sagte Lösel, doch gleichzeitig will er die Stadt wirtschaftlich weitaus breiter aufstellen.

Zum einen aufseiten der Wissenschaft, wo es um Künstliche Intelligenz, Flugtaxis und Drohen, Förderung der Wasserstofftechnologie, neue Studiengänge im Bereich der Bio- und Medizinwissenschaften, die Ansiedlung eines mit Regensburg vergleichbaren Bioparks oder den neuen Mobilfunkstandard G5 geht. Doch nicht nur in die Forschung an der THI und der Uni sollen Millionen fließen. Lösel will auch den Mittelstand und das Handwerk stärken, „das Rückgrat unserer Wirtschaft“. Zu dieser Förderung zählt der OB nicht nur die bessere Ausstattung der örtlichen Berufsschulen, sondern auch die Ansiedlung eines Handwerker- und Gewerbehofs. In einem solchen Zentrum sollen Handwerksbetriebe und handwerkliche oder gewerbliche Start-ups in der Stadt gehalten werden können. Doch neben einer wirtschaftlichen Blütezeit träumt Lösel auch von einer blühenden Stadt. Die Landesgartenschau in diesem Jahr soll ein erster Schritt sein, doch Lösel will mehr. Eine Million Bäume will die Stadt in den kommenden 30 Jahren pflanzen, die Begrünung von Hausdächern fördern und den zweiten Grünring rund um die Stadt sichern. Doch einem erteilt Lösel eine Absage: „Klima-Maßnahmen ja! Aber keine höheren kommunalen Steuern.“ Mittlerweile ist Ingolstadt im Kernhaushalt schuldenfrei und kann, betont Lösel, alle wichtigen Projekte trotz tendenziell weniger Einnahmen durch die Gewerbesteuer finanzieren. Die Stadt habe 275 Millionen Euro „auf der hohen Kante“.

Ingolstadt „erneuern und modern halten“, diese Version schwebt Lösel für die kommenden zehn Jahre vor. „Lassen Sie uns das kommende Jahrzehnt zu einem Jahrzehnt der gemeinsamen Erneuerung machen!“ (rilu)

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