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Weichering

23.05.2015

Der Parteivorsitzende ist stolz

Begrüßungsrunde vor dem Gasthof Vogelsang: Ministerpräsident Horst Seehofer mit Bezirksrat Robert Knöferl, daneben Kreisvorsitzender Alfred Lengler (rechts) und Bürgermeister Thomas Mack.
Bild: Norbert Eibel

Alfred Lengler geht mit 85,4 Prozent in seine vierte Amtsperiode als CSU-Kreisvorsitzender. Ministerpräsident Horst Seehofer lobt in Weichering den Kreisverband.

Der alte ist auch der neue Kreisvorsitzende. Mit 85,4 Prozent der Delegiertenstimmen wurde Alfred Lengler von der CSU-Kreisversammlung in Weichering in seine vierte Amtsperiode gewählt. Lohn für so viel Ausdauer war ein Ritterschlag von höchster Parteiwarte: „Du kniest dich rein, dieser Kreisverband ist intakt, ihr seid gut“, lobte Horst Seehofer. Der Ministerpräsident und Stimmkreisabgeordnete hatte die Delegiertenversammlung auch heuer zu seiner Pflichtveranstaltung gemacht.

116 Mitglieder hatten sich am Donnerstagabend im Gasthof Vogelsang eingefunden, 99 stimmten beim ersten von sieben Wahlgängen  für Lengler, acht Delegierte enthielten sich, neun verweigerten dem Gachenbacher Bürgermeister die Gefolgschaft. Das war ein ordentliches Votum für den nicht immer unumstrittenen Kreisvorsitzenden, kam es doch fast an das Ergebnis von 2013 heran (86,1 Prozent).

Dennoch gab es im Saal auch Contra für den Kreischef. Bei der Aussprache hakt Fritz Goschenhofer nach und wollte wissen, warum die CSU in der Bildungspolitik beim sogenannten Ringtausch der Neuburger Schulen umgefallen sei. „Alles ist so gekommen, wie es der Landrat propagiert hat. Wie kann es sein, dass man gegen seine Wahlkampflinie stimmt?“ Das Thema wie beabsichtigt aus dem Kommunalwahlkampf herauszuhalten, sei nicht möglich gewesen, verteidigte sich Alfred Lengler. In der neuen Legislatur habe er sich im Workshop der Planer vom Konzept überzeugen lassen, wie die meisten anderen CSU-Mandatsträger auch. „Wir haben keinen Fraktionszwang in der Partei. Es war eine demokratische Entscheidung, man sollte das akzeptieren und mittragen. Es ist der richtige Weg und wir werden ihn weiter begleiten.“ Unterstützung erhielt Lengler von seinem Parteivorsitzenden. „Die Menschen wollen keine ideologischen Diskussionen“, sagte Seehofer, „sondern dass wir Politiker uns um Probleme kümmern und sie lösen. Nur dann ist politischer Erfolg möglich.“ Und das Abschneiden seines Kreisverbands bei den vergangenen Kommunalwahlen wertete der Ministerpräsident durchaus als solchen. „Wir sind in der Bevölkerung tief verhaftet, stellen 13 von 18 Bürgermeister im Landkreis, alles gestandene Kommunalpolitiker. Das ist eine sehr schöne Geschichte, auf die ein Parteivorsitzender in München stolz sein kann.“

In seiner Bewerbungsrede hatte Alfred Lengler den Zusammenhalt in der Kreis-CSU beschworen und ein versöhnliches Resümee des Kommunalwahlkampfes im vergangenen Jahr gezogen. Zwar konnte Landrats-Kandidat Roland Gaßner den Amtsinhaber nicht ablösen, doch der Wahlkampf sei mit viel Engagement geführt worden. Mit 25 Sitzen sei man nach wie vor stärkste Fraktion im Kreistag. Die zwei verlorenen Sitze führte Lengler auf das Ausscheiden zweier Zugpferde zurück, Professor Thomas Bauer und Jakob Bitscher. 90000 Euro hat der Wahlkampf den CSU-Kreisverband gekostet, was der Kasse vorübergehend ein 40000 Euro-Loch beschert habe. Mittlerweile konnte der Sollsaldo aber auf 11000 Euro abgebaut werden, erklärte Schatzmeisterin Elisabeth Teschemacher. Die Versammlung erteilte die Entlastung.

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