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Neuburg an der donau

22.06.2017

Der Übernahme deutlich zugestimmt

Die Neuburger Milchwerke sind nun auch ein Teil des französischen Milchriesen Lactalis.
Bild: Daniela Fischer

Die Molkerei Omira in Ravensburg, und damit auch die Neuburger Milchwerke, sind jetzt Teil der französischen Lactalis-Gruppe. Was dies bedeutet.

Mit einer überragenden Mehrheit von 97,8 Prozent stimmten in der gestrigen Gesellschafterversammlung die Gesellschafter für die Übernahme der Omira durch die französische Lactalis-Gruppe. Die Molkerei mit Sitz in Ravensburg, zu der auch die Neuburger Milchwerke gehören, sichert sich damit gute Zukunftsaussichten für beide Standorte und eine zehnjährige Milchpreisgarantie für alle Milcherzeuger.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, war ein zentraler Punkt der Gesellschafterversammlung die Abstimmung über das Zukunftspaket, das die Übernahme der Omira durch den Milchriesen vorsieht. Wichtige Bestandteile dieses Paketes sind unter anderem: Die Sicherung eines auf lange Sicht hohen Milchgeldes für alle Milcherzeuger. Es wird allen Omira-Milcherzeugern für mindestens zehn Jahre ein Milchpreis garantiert, der dem Milchpreisindex AMI-Bayern entspricht und zuzüglich der für die Landwirte individuellen Omira-Zuschläge (zum Beispiel Mengenzuschlag, GVO-Zuschlag) über dem bayerischen Durchschnitt liegen wird. Gesichert sind auch die Rückzahlung der Geschäftsguthaben an die Milcherzeuger und der Zugang zu internationalen Märkten und damit die Schaffung neuer Absatzkanäle. Wichtig für Neuburg ist zudem die Zusicherung für die Weiterentwicklung und Investition in den hiesigen Standort (Bereich Frische) und den Standort Ravensburg (Bereich Pulver & Ingredients). Außerdem entstehen durch die Übernahme interessante Perspektiven für die Mitarbeiter.

Bei der notwendig gewordenen Partnerwahl hatte sich die Lactalis-Gruppe in den geführten Gesprächen als optimaler Partner herauskristallisiert. Durch die gestrige Zustimmung zur Übernahme wird allen Omira-Milcherzeugern eine gute Planungsgrundlage und eine langfristige Perspektive geboten. Das unternehmerische Risiko von Investitionen in die Molkerei liegt künftig bei der Lactalis-Gruppe.

Die überragende Zustimmung zeigt, dass die Omira--Milcherzeuger von den Möglichkeiten überzeugt sind, die die Übernahme durch den französischen Konzern bieten. Nach der notwendigen formalen Zustimmung des Kartellamts, die im Verlauf des Monats August zu erwarten ist, wird zunächst der Geschäftsbetrieb mit den Beschäftigungsverhältnissen, inklusive der für die Mitarbeiter wichtigen Bestandteile wie tarifliche Bindung und Betriebszugehörigkeiten, auf die Omira Industrie GmbH übertragen. Im nächsten Schritt übernimmt sie dann die Lactalis-Gruppe.

Die Omira Oberland-Milchverwertung GmbH wird ab Zustimmung des Kartellamtes eigenständig im Eigentum der Milcherzeuger verbleiben und ausschließlich für die Beschaffung und Verwaltung der Rohmilch zuständig sein. Sie wird weiterhin die Milchmengen aller Omira-Milchlieferanten sowie der angeschlossenen Genossenschaften bündeln und die Milch dann selbstständig an die Lactalis-Gruppe verkaufen. Vertreten wird die Gesellschaft weiter durch die Mitglieder des aktuellen Aufsichtsrats. Die Verträge zwischen den Milcherzeugern sowie der angeschlossenen Genossenschaften und der Oberland-Milchverwertung GmbH bleiben inklusive der bisherigen Kündigungsfristen unverändert bestehen. Ab 1. September gelten dann für alle Omira-Milcherzeuger die vertraglich von der Lactalis-Gruppe zugesicherten Milchpreisgarantien mindestens bis 31. Dezember 2017.

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