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Neuburg

14.11.2019

Der Unfallschwerpunkt an der St.-Andreas-Straße/B16 wird entschärft

Die Kreuzung St.-Andreas-Straße/B16 in Neuburg gilt als Unfallschwerpunkt. Deshalb hat der Verkehrsausschuss nun entschieden, dass eine Querung der Bundesstraße an dieser Stelle nicht mehr möglich sein soll.
Foto: Anita Bottar

Plus An der Kreuzung der St.-Andreas-Straße/B16 passieren immer wieder schwere Unfälle. Die Querung der Bundesstraße wird bald nicht mehr möglich sein.

Neun Unfälle mit zwei Schwer- und 14 Leichtverletzten innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Diese traurige Bilanz zieht die Polizei Neuburg zur Kreuzung St.-Andreas-Straße/B16. Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 Stundenkilometer und das Aufstellen von Warnschildern konnte den Unfallschwerpunkt bislang nicht entschärfen. Deshalb stand die Kreuzung nun wieder auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses am Mittwochabend.

Wie ein Vertreter der Polizei dem Ausschuss berichtete, passierten die meisten Unfälle beim Überqueren der B16 von der St.-Andreas-Straße nach Fleischnershausen. Der Beamte schlug vor, diese Fahrbeziehung künftig nicht mehr zu erlauben – alle anderen Mittel seien bereits ausgeschöpft. Die Aufhebung dieser Querungsmöglichkeit der B16 hatten die Mitglieder des Verkehrsausschusses in einer Sitzung im Februar 2018 allerdings schon einmal abgelehnt. Am Mittwoch waren sie nun anderer Meinung. Stadträtin Elfriede Müller (CSU) sagte zum Beispiel: „Die Leute fahren dort – rücksichtsloser geht es nicht.“ Und auch Stadtrat und Verkehrsreferent Bernhard Pfahler (Freie Wähler) meinte: „Ich möchte nicht erleben, dass wir dort einen Toten haben. Wir müssen schnellstmöglich handeln.“

B16: Ein Kreisverkehr wäre teurer als eine Ampelanlage

Bereits 2018 regte der Verkehrsausschuss einen Kreisverkehr an dem Unfallschwerpunkt an. Dafür sprachen sich auch diesmal wieder einige Stadträte sowie Oberbürgermeister Bernhard Gmehling aus. Maik Moll vom staatlichen Bauamt Ingolstadt sagte, es sei ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, um zu prüfen, welche Lösung für die Kreuzung die beste sei: der gewünschte Kreisverkehr oder eine Ampelanlage. Er gehe nach Rücksprache mit einem Experten allerdings davon aus, dass die Kreuzung mit einer Ampel leistungsfähiger sei, sprich die Wartezeiten für den Autofahrer geringer seien. Zudem würde die Lichtsignalanlage nur rund 200.000 Euro kosten, ein Kreisverkehr bis zu einer Million Euro. Der Oberbürgermeister wollte dieser hohen Kostenschätzung für den Kreisel aber nicht so recht glauben.

So wird die Verkehrsführung künftig an der Kreuzung St.-Andreas-Straße/B16 aussehen. Eine Querung der B16 ist nicht mehr möglich.
Foto: Staatliches Bauamt Ingolstadt

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses beschlossen schließlich mit zwei Gegenstimmen, die Auffahrt auf die B16 sowohl von der St.-Andreas-Straße als auch von Fleischnershausen kommend nur noch in vorgeschriebener Fahrtrichtung links und rechts zu erlauben. Das heißt, eine Überquerung der Bundesstraße ist an dieser Stelle damit künftig nicht mehr möglich. Ebenso wenig dürfen Autofahrer, die vom Kreisel Münchener Straße kommen, von der B16 nach Fleischnershausen abbiegen.

Langfristig soll die Verlegung der B16 den Unfallschwerpunkt auflösen

Diese Lösung wird allerdings nur temporär gelten. Wie Maik Moll vom Staatlichen Bauamt sagte, sei im Zuge der höhenfreien Anbindung des Südparks geplant, 2021 die Fahrbahndecke im weiteren Bereich der B16 Richtung Kreisel Münchener Straße zu sanieren. Hierbei könnte an der Kreuzung St.-Andreas-Straße/B16 entweder die vom OB bevorzugte Kreisverkehr- oder die Ampel-Variante umgesetzt werden. Auch das wird aber wieder nur eine mittelfristige Lösung sein. Langfristig soll die Verlegung der Bundesstraße dazu führen, dass an dieser Kreuzung überhaupt nicht mehr so viel Verkehr fließt.

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