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Neuburg

08.11.2019

„Der Verkehr muss aus der Neuburger Innenstadt raus“

Neuburg zur Rushhour: Die Luitpoldstraße ist dicht. 
Bild: Marcel Rother

Grüne und SPD möchten, dass sich der Neuburger Stadtrat ernsthaft mit einem neuen Verkehrskonzept beschäftigt.

Es ist an der Zeit, dass den Worten Taten folgen. Dieser Meinung ist der OB-Kandidat der Grünen, Gerhard Schoder, und hat damit nicht nur seine Parteikollegen, sondern auch die SPD an seiner Seite. Die Rede ist vom Verkehr in Neuburg, und zwar nicht nur der in der Innenstadt, sondern auch jener rund um die Stadtteile. Die Grünen möchten, dass der Stadtrat die bisherigen Verkehrswege in Neuburg überdenkt und sich Gedanken darüber macht, wie sich künftig Auto- und Radfahrer, Busse und E-Roller, Kinder und Senioren sowie Rollstuhlfahrer und Spaziergänger die vorhandenen Straßen teilen sollen. Es geht um nichts weniger als um ein neues Verkehrskonzept, das den Ansprüchen an den Klimaschutz genauso gerecht wird wie den Bedürfnissen von Gewerbetreibenden, Pendlern oder Anwohnern.

Geht es nach Ralf Bartoschek von der SPD, dann stünde das oberste Ziel bereits fest: „Wir müssen einen Weg finden, um die Autos aus der Stadt rauszubringen“, sagt er. Für ihn ist es der falsche Ansatz, Autos in die Innenstadt zu leiten, um dann nach Lösungen für die verstopften Straßen zu suchen. Auch wenn ihm in diesem Punkt Gerhard Schoder grundsätzlich zustimmt, so würde er das Thema eher demokratisch angehen. Seiner Meinung nach sollten die Neuburger entscheiden, welche Verkehrsthemen ihnen wichtig sind: Soll etwa das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt geringer werden? Oder soll sich die Situation für Radfahrer insbesondere mit Kindern verbessern? Erst wenn klar sei, wie die Prioritätenliste der Bürger aussieht, könnten konkrete Maßnahmen besprochen werden. Und die, das ist Schoder besonders wichtig, sollten dann nicht auf die lange Bank geschoben, sondern zügig umgesetzt werden. „Die ersten Maßnahmen sollten schon Ende 2020 in Angriff genommen werden.“

Für ein neues Verkehrskonzept in Neuburg braucht es einen Stadtratsbeschluss

Doch bevor es dazu kommt, braucht es im Stadtrat einen Grundsatzbeschluss, dass der Oberbürgermeister – wer immer das nach den Wahlen 2020 auch sein wird – dieses Thema konsequent verfolgen und umsetzen wird. Dazu hat die Grünen-Fraktion einen Antrag vorbereitet, der von der SPD-Fraktion unterstützt wird und der genau darauf abzielt. „Das Verkehrsproblem wird in Neuburg in den kommenden Jahren weiter zunehmen, auch durch den Campus der THI. Der Stadtrat muss heute die Weichen stellen, mit den erwarteten Verkehrsmassen umzugehen und den Bürgern ermöglichen, Neuburg als liebens- und lebenswerte Stadt zu erschließen, ohne im Verkehrsinfarkt mit Ansage zu ersticken“, heißt es unter anderem in dem Schreiben. Wann der Antrag im Stadtrat behandelt wird, steht noch nicht fest.

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Einen Vorstoß in diese Richtung macht OB Bernhard Gmehling am kommenden Dienstag. Zusammen mit Vertretern der politischen Fraktionen, Polizei, Verkehrswacht, Ordnungsamt und Agenda 21 setzt er sich mit den Fragen und Vorschlägen der Bürger zum Thema Verkehr/Radverkehr in Neuburg auseinander. Zu dem Treffen im Sitzungssaal des Rathauses um 9.30 Uhr ist jeder eingeladen, der dazu eine Meinung hat.

Auch Bündnis ’90/Die Grünen möchten Bürger, Verkehrsexperten, Vertreter verschiedener Interessensgruppen, Fahrradfahrer und Autofahrer an einen Tisch bringen. Am 23. November wollen sie bei einem Workshop eine nach Priorität sortierte Liste von Ideen und Wünschen erarbeiten, wie ihrer Meinung nach der Verkehr in Neuburg im Jahr 2025 aussehen sollte. Beginn ist um 15 Uhr im Hotel Aussicht.

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