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Kreisausschuss

09.02.2018

Der Winter hat die Baustelle im Griff

Die Arbeit ruht an der Baustelle am Kreuter Weg, wo der Landkreis in den nächsten beiden Jahren die Paul-Winter-Realschule neu baut. Letzmals gearbeitet wurde dort im Dezember (Archivbild). Bleibt der Boden gefroren, könnte sich aber nächste Wochen wieder etwas tun.
Bild: Norbert Eibel

Bleibt es frostig, rollen nächste Woche wieder Lkws am Kreuter Weg. Die Ausschreibung wurde überarbeitet, die Rohbauten verschlankt

Eingeschneit präsentierte sich gestern die Realschul-Baustelle den Kreisräten, die gestern auf ihrem Weg zur Bauausschusssitzung in den Landkreisbetrieben dort vorbeirauschten. Die Arbeiten am Donauwörther Berg ruhen derzeit witterungsbedingt, erklärte denn auch der Hochbauingenieur Max Knöferl in der Sitzung.

Auf dem knapp fünf Hektar großen Gelände baut der Landkreis bis September 2019 für 36 Millionen Euro eine neue, hochmoderne Schule. Zuletzt waren dort im Dezember das Retentionsbecken ausgehoben und der Kanal längs des Kreuter Wegs verlegt worden. Schon nächste Wochen könnte sich aber wieder etwas tun. Falls der Boden gefroren bleibt, soll Humus angefahren werden. Auch wenn draußen derzeit wenig passiert, sind die Architekten eifrig am Planen. Nach der unbefriedigenden Submission für den Rohbau, der Kostenrahmen war deutlich überschritten worden, wurden die Kubatur überarbeitet und dem Baukörper klarere Linien verpasst. „Das spart Kosten, auch in der Folge“, erklärte der zuständige Ingenieur. Insgesamt komme der Rohbau so 600000 Euro günstiger. Geld gespart werden soll zudem bei der erneuten Ausschreibung durch einen erweiterten Bieterkreis. Beim ersten Anlauf hatten sich sieben Firmen beworben, nur eine davon aber aus der Region. „Der Hebel ist die Bauzeit“, verschwieg Knöferl nicht den Knackpunkt. Man müsse den Zeitdruck aus der Ausschreibung nehmen. Das könnte sich auf die Bauzeit auswirken, obwohl es dazu gestern keine konkrete Aussage gab. Eine gute Nachricht erfuhr das Gremium in diesem Zusammenhang auf Nachfrage von Alfred Lengler. Das beauftragte Grabungsbüro hat, nachdem archäologische Spuren ans Tageslicht gekommen waren, 80 Prozent der Fläche gesichtet und nichts Relevantes gefunden. Verzögerungen dadurch sind also unwahrscheinlich.

Gezerre um angemietete Kasernengebäude

Über eine andere Baustelle im übertragenen Sinn informierte Willi Riß, Leiter zentrale Angelegenheiten, im Anschluss. Der Landkreis möchte das Mietverhältnis für die Gebäude IV und V auf dem Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne beenden. Eigentümer ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), ein offenbar schwieriger Partner. Bei einer Vor-anfrage habe man ein positives Signal erhalten, „jetzt zieren sie sich“, sagte Riß. Dabei sei die Geschäftsgrundlage, nämlich die Vorhaltung von Kapazitäten für eine Noterstaufnahme, weggefallen. Zwar zahlt der Landkreis für die beiden Gebäude keine Miete, muss allerdings die Nebenkosten in Höhe von 100000 Euro im Jahr übernehmen. „Es ist eine pure Verballhornung“, zürnte Landrat Roland Weigert. Zuerst habe man die Beschlagnahme androhen müssen und nun kriege man die Objekte nicht mehr los. Warum eigentlich der Landkreis dafür aufkommen müsse, wo doch der Bund für Asylangelegenheiten zuständig sei, wunderte sich Ludwig Bayer. Theo Walter erklärte, da es sich im eigentlichen Sinne um kein Miet- sondern ein Leihverhältnis handle, sei eine einfache Kündigung sehr wohl möglich. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, ebenfalls Jurist, ergänzte dazu, dass im Vertrag aber keine Frist stehen dürfe. Die Verwaltung wird die Anregungen aufgreifen und prüfen. Der Landkreischef kündigte indes an, der Landkreis werde die Vereinbarung mit der BImA eben einseitig aufkündigen.

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