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15.06.2009

Der andere Bach

Neuburg (nr) - Wer an Johann Sebastian Bach und seine Musik denkt, dem fallen gewiss zuallererst geistliche Kompositionen wie Orgelwerke, Passionen oder Kantaten ein. Weithin unbekannt ist, dass Bach auch weltliche Texte vertont hat, wobei er vorzugsweise die Form der Kantate wählte, die es ihm gestattete, die Texte instrumental vielgestaltig und vielfarbig zu Gehör zu bringen.

Doris Peter und Klaus Hopp-Wiel

In besonders eingängiger Weise geschieht dies in seiner "Bauernkantate", die am Sonntag, 21. Juni, 19 Uhr, in der Reihe "Kleine Konzerte in der Schlosskapelle" zu hören ist. Zu hören ist die "Kammermusik St. Wolfgang" mit den Solisten Doris Peter (Sopran) und Klaus Hopp-Wiel (Bass) unter der Leitung von Josef Mittelmeier.

Leicht anzügliche Verse zum Mitsingen

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In der "Bauernkantate" zeigt Bach augenzwinkernden Humor, wenn er durchaus leicht anzügliche Verse in Musik setzt oder auch zu seiner Zeit allgemein verbreitete Lieder zitiert, die etwa den Bekanntheitsgrad von heutigen Schlagern hatten und die jeder mitsingen konnte.

Aktueller Anlass für die Komposition war der Geburtstag des Kammerherrn Von Dieskau 1742, dem nach alter Tradition die untergebenen Bauern zu huldigen hatten. Das tun sie denn auch, nicht ohne allerdings kleine Hiebe und Stiche gegen die Obrigkeit loszulassen, ehe sie, was für sie das Wichtigste ist, zu Umtrunk und Tanz in die Dorfschenke entschwinden.

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