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Neuburg

15.11.2018

Der kleine Prinz besucht Neuburg

Der kleine Prinz mit seiner Rose. Weil die beiden Schwierigkeiten haben, macht er sich auf den Weg, um Freunde zu suchen.
Bild: Fabian Kluge

Die Fadenspieler zeigen die Erzählung während der Figurentage. Was Verantwortlichen für die Zukunft Sorgen bereitet.

An der Decke hängen ein paar Planeten, an den Wänden hängen Marionetten und auf der Bühne spuckt ein Vulkan weißen Rauch aus. Hier, im Loibl-Haus in der Amalienstraße, wird geprobt. Gut eine Woche dauert es noch, bis die Neuburger Fadenspieler während der Figurentheatertage ihr neues Stück präsentieren.

Passend zum festlichen Ereignis haben sie sich ein besonders bekanntes Werk ausgesucht, wie Vorsitzende Edeltraud Schubert betont: „Zum 75-jährigen Jubiläum der Geschichte inszenieren wir den kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupery.“

Der kleine Prinz hat Probleme

Der kleine Prinz hat auf seinem Planeten Probleme mit seiner Rose. Als er sich daraufhin auf die Suche nach Freunden macht, merkt er schnell, dass alle nur mit sich selbst beschäftigt sind. Schließlich gibt ihm der Fuchs den berühmten Tipp mit auf den Weg: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“

Ariane Gerstner spielt den kleinen Prinzen, Klemens Wesolowski den Pilot, der in der Sahara abgestürzt ist, Margit Kramer verkörpert Rose und Rosen, Uschi Golling die Schlange und die Vorsitzende Schubert spielt den Fuchs und die Planetenreise. Das Bühnenbild stammt von Stilla Bauch und Uli Mares.

Beim kleinen Prinzen Unterstützung am Klavier

Die aufwendig gestalteten Marionetten haben die Fadenspieler selbst gefertigt. Dabei ist Schubert ganz wichtig: „Jeder fertigt die Figur, die er am Ende auch spielt. So kann man sich besser mit der Rolle identifizieren.“ Bis ein Stück am Ende aufgeführt wird, stecken die Vereinsmitglieder viel Arbeit in die Vorbereitung: „Wir wählen ein Stück aus, schreiben es für das Marionettentheater um und verteilen die Rollen. Schließlich wählen wir noch Bühnenbilder, Kulissen, Requisiten und Musik aus“, erklärt Schubert. Beim kleinen Prinzen erhalten sie diesmal Unterstützung am Klavier: Nikolaus Weigel wird die Szenen musikalisch untermalen.

Fadenspieler stemmen eine Neuinszenierung pro Jahr

Rund eine Neuinszenierung pro Jahr können die Neuburger Fadenspieler stemmen. Hinzu kommen jährlich 25 bis 30 Auftritte. „Die Anzahl können wir gerade noch in unserer Freizeit als Hobby leisten. Da braucht man schon eine gewisse Passion“, betont Schubert. Aktuell hat der Marionettenverein rund 15 Stücke im Repertoire – darunter auch lokale Themen wie beispielsweise über Ottheinrich.

Der Zukunft blicken die Fadenspieler etwas besorgt entgegen: Im Juni müssen sie ihre Räumlichkeiten in der Amalienstraße räumen, weil das Stadtarchiv mehr Platz benötigt. „Uns wurde schon etwas angeboten, aber wir sind wohl rund eineinhalb Jahre theaterlos“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Gerade deshalb freuen sich die Fadenspieler umso mehr auf ihren Auftritt bei den zweiten Neuburger Figurentheatertagen.

Vorstellung: Das Marionettentheater zeigt den kleinen Prinzen am Freitag, 23. November, um 20 Uhr im Stadttheater. Das Stück ist für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren. Karten gibt es im Bücherturm, in der Touristinfo und im Kulturamt.

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