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Neuburg

17.06.2015

Der neue Chefarzt bringt neue Spezialgebiete mit

Im Kreißsaal (von links): Generaloberin Maria Goretti Böck, der neue Chefarzt der Gynäkologie Oussama Al Bouz, Geschäftsführer der Kliniken St. Elisabeth Günther Strobl und der Ärztliche Direktor Camill Hermann.
Bild: Würmseher

Ab 1. Juli baut Oussama Al Bouz die Hauptfachabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in den Kliniken St. Elisabeth auf

Er ist 44, gebürtiger Syrer und bringt jede Menge fachlicher Qualifikationen mit sich: Gestern stellte sich Ousaama Al Bouz an den Kliniken St. Elisabeth vor. Er wird zum 1. Juli als neuer Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe an die Kliniken kommen. Nachdem sich das Neuburger Krankenhaus und der bisherige gynäkologische Chefarzt der neuen, noch im Aufbau befindlichen Abteilung überraschend getrennt hatten, soll Al Bouz nun die Herausforderung bewältigen, diese Hauptfachabteilung zu etablieren.

Der 44-Jährige wurde in Damaskus geboren, ist aber schon als Kind viel gereist, da sein Vater im diplomatischen Dienst war. Seitdem hat er internationale Erfahrungen gesammelt, war unter anderem während seiner Ausbildung und beruflichen Praxis in New York, Paris und Moskau tätig. Er spricht fünf Sprachen – muss jetzt allerdings noch des Bayerischen mächtig werden.

Zurzeit ist Oussama Al Bouz noch Oberarzt in Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) und gehört außerdem zu einem Forschungsteam des Bielefelder Mediziners Professor Joachim Volz, dessen Schwerpunkt unter anderem im Bereich Kinderwunsch liegt. Das Wissen in diesem Fachgebiet wird Al Bouz mit nach Neuburg bringen. Ebenso hat er sich auf minimalinvasive chirurgische Eingriffe in der Gynäkologie spezialisiert, wie etwa auf die Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken. Auch die Ultraschalldiagnostik in der Geburtshilfe zählt zu seinen Fachgebieten wie auch die gynäkologische Onkologie. Diese Spektren waren bislang an den Kliniken St. Elisabeth nicht etabliert.

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„Ich freue mich darauf, die neue Hauptfachabteilung in Neuburg aufzubauen“, sagte Oussama Al Bouz gestern, in dem Wissen, dass es sich um einen allmählichen Prozess handeln wird. Derzeit gibt es einen gynäkologischen Oberarzt und eine Assistenzärztin. Sie werden durch die ehemaligen Belegärzte unterstützt, allen voran durch Bernhard Getz, der die Gynäkologie momentan kommissarisch leitet. In den kommenden Wochen wird das hauptamtliche Team dann weiter aufgestockt, so dass zum 1. August neben dem Chefarzt zwei Oberärzte, drei Assistenzärtinnen und die Konsiliarärzte für die Versorgung der Patientinnen zur Verfügung stehen. Damit haben die Kliniken die zunächst angepeilte Personalstärke erreicht. „Das ist ein sehr gutes Zwischenstadium“, so Geschäftsführer Günter Strobl. „Dann werden wir sehen, wohin uns die Fallzahlen bringen.“

Für Al Bouz geht es primär darum, sein „Team zu schulen und die notwendigen Geräte anzuschaffen“. Der künftige Chefarzt möchte die Infrastruktur vorantreiben. Er rechnet damit, dass es bis zu einem Jahr dauern wird, bis die Voraussetzungen für seine Spezialgebiete geschaffen sind. „Das ist eine interessante Aufgabe und ein neues Experiment für mich.“ Privat ist der 44-Jährige jung verheiratet. Während er derzeit noch zwischen Bielefeld und Lippstadt pendelt, will er in gut zwei Wochen in Neuburg sesshaft werden.

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